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ERSTFELD: Musikanten legen sich ins Zeug

Die dritte Auflage des Urner Blasmusikfestivals war ein grosser Erfolg. Dennoch ist noch unklar, wann und ob es eine Fortsetzung geben wird.
Urs Hanhart
Die Auftritte des Blasmusikfestivals konnten drinnen und draussen genossen werden. (Bild Urs Hanhart)

Die Auftritte des Blasmusikfestivals konnten drinnen und draussen genossen werden. (Bild Urs Hanhart)

Urs Hanhart

Auf dem weitläufigen Schulhausareal in Erstfeld tummelten sich am Samstag Uniformierte. Diese waren allerdings nicht militärischer Art. Mehrere Festzelte und fast pausenlose Livemusik an verschiedenen Orten liessen auch für nicht Eingeweihte erahnen, dass im Urner Eisenbahnerdorf ein Grossanlass im Gange war. Es handelte sich um die dritte Austragung des Urner Blasmusikfestivals, an dem 21 Musikgesellschaften und -vereine teilnahmen. Insgesamt rund 600 Musikanten pusteten in ihre Instrumente.

Zufriedener OK-Chef

Anderthalb Jahre lang hatte sich das OK der Musikgesellschaft Erstfeld auf den grossen Tag vorbereitet – und das ausgerechnet im Jahr, in dem das 125-jährige Bestehen gefeiert werden kann. Dieser immense Aufwand zahlte sich nun aus. OK-Präsident Peter Megnet strahlte mit der Sonne am stahlblauen Himmel um die Wette. «Mit dem bisherigen Verlauf bin ich vollauf zufrieden», lautete sein Zwischenfazit bei Festivalhälfte. «Der Publikumsaufmarsch ist erfreulich gross und die Stimmung ausgezeichnet.» Die Musikanten wirkten alle sehr motiviert und aufgestellt. «Alle freuen sich, hier auftreten zu können sowie Musikanten von anderen Gesellschaften und Vereinen zu treffen.»

Ein besonderes Highlight war für Megnet die Tatsache, dass alle Urner Blasmusikformationen bei diesem Stelldichein mitmachten, niemand kniff. «Das zeigt, dass dieser Event in der hiesigen Blasmusikszene einen grossen Stellenwert geniesst. Ich finde das sehr erfreulich», so der OK-Chef. «Ich habe bereits im Vorfeld viele positive Feedbacks erhalten. Die Musikanten schätzen es, dass wir diesen Anlass auf die Beine gestellt haben.» Ein Grossaufgebot von rund 160 freiwilligen Helfern sorgte für einen reibungslosen Ablauf.

Gespräche statt Noten

Früher fanden im Kanton Uri regelmässig Blasmusikfeste statt. Damals wurden die Vorträge der Formationen von Experten mit Noten bewertet. Das sorgte teilweise für Diskussionen und Unmut. Mit der Einführung des Blasmusikfestivals ist man auf ein anderes Konzept umgeschwenkt. Die Vorträge werden zwar immer noch von einem Experten begutachtet. Doch statt Noten gibt es im Nachgang ein Gespräch, bei dem konstruktive Kritik geübt oder allenfalls auch Lob verteilt wird. Die Gespräche sind nicht öffentlich. Alle Vorträge lockten viel Publikum an. Teilweise waren sämtliche Sitzgelegenheiten in der Halle besetzt. Etwa die Hälfte der Formationen gab anschliessend noch ein Platzkonzert. Dort ging es deutlich lockerer zu und her. Noch ist unklar, ob es in zwei oder drei Jahren ein weiteres Blasmusikfestival geben wird. «Bisher hat sich meines Wissens noch niemand bereit­erklärt, die vierte Auflage zu organisieren», sagte Megnet. «Ich hoffe sehr, dass sich dies noch ändern wird.»

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