Erstfeld
Pfader liefern Elektroautos Energie

An der Gemeindeversammlung sind verschiedene Traktanden gutgeheissen worden - etwa, dass es vier Parkfelder auf dem Parkplatz Bärenboden mit Strom vom Dach des Pfadiheims geben soll.

Markus Zwyssig
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Klar gutgeheissen wurde an der Gemeindeversammlung am Mittwochabend in Erstfeld die Jahresrechnung der Einwohnergemeinde. Diese schliesst bei Aufwendungen von etwas mehr als 12 Millionen Franken mit einem Gewinn von fast 1 Million Franken ab. Das gute Rechnungsergebnis erlaubt zusätzliche Abschreibungen von rund 1 Million Franken. Nach zusätzlichen Abschreibungen wird ein Gesamtergebnis von etwas mehr als 23 000 Franken ausgewiesen. An der Gemeindeversammlung nahmen 37 Stimmberechtigte teil.

Für die Gemeindewerke ist das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 mit einem Betriebsgewinn von rund 1,04 Millionen Franken erfreulich ausgefallen. Auch diese Zahlen wurden von der Versammlung deutlich angenommen. Im Bereich Elektrizitätsversorgung wurde ein Gewinn von 718 619 Franken erwirtschaftet. Die Kraftwerke Bocki I und II produzierten rund 36 Gigawattstunden Energie. Ebenfalls ein Gewinn resultiert bei der Sparte Wasserversorgung. Aus der Versammlung kam die Frage, was die Gründe seien, dass der Wasserverbrauch 2020 höher als früher ausgefallen ist. Geschäftsführer Peter Dittli vermutete, dass dies am heissen Sommer mit grösserem Wasserbedarf liegen könnte.

Auch die Rechnung des Alters- und Pflegeheims Spannort wurde klar gutgeheissen. Diese weist bei einem Aufwand von 6,37 Millionen einen Fehlbetrag von etwas mehr als 133 000 Franken aus. Dieses Defizit ist teilweise auf die Coronapandemie zurückzuführen.

Die Fotovoltaikanlage des neuen Pfadiheims liefert den Strom für die Ladestationen der Elektromobile auf dem Parkplatz Bärenboden.

Die Fotovoltaikanlage des neuen Pfadiheims liefert den Strom für die Ladestationen der Elektromobile auf dem Parkplatz Bärenboden.

Bild: Urs Hanhart (Erstfeld, 27. März 2021)

Parkplatz Bärenboden wird erneuert

Gutgeheissen wurde ein Kredit von 110 000 Franken für die Sanierung des Parkplatzes Bärenboden. Dieser wird als Schotterparkplatz belassen und frisch eingekoffert. In der Mitte des Platzes und entlang des Bärenbodenwegs wird eine demontierbare Kette angebracht. Zur Förderung der Elektromobilität werden vier Parkfelder mit Ladestationen ausgerüstet. Der Strom wird bei schönem Wetter von der Fotovoltaikanlage des Pfadiheims Uri bezogen. Alois Furrer vom Gemeindebauamt führte auf eine entsprechende Frage aus, dass eine Asphaltierung einer Baubewilligungspflicht unterliegt und entsprechend der Waldabstand eingehalten werden muss. Wird der Parkplatz wie bisher eingekoffert, kann dieser wie heute genutzt werden. Mit einer Asphaltierung würde eine Reihe Parkplätze wegfallen. Es soll auch keine weitere Fläche verdichtet werden, dies auch im Hinblick auf das Energiestadtlabel. Entlang des Bärenbodenwegs werden zwei Bäume gepflanzt. Innerhalb des Platzes werden keine Bäume gesetzt. Es soll möglich bleiben, den Platz auch für Anlässe zu nutzen. Werden im Platz Bäume gepflanzt, kann beispielsweise kein Festzelt mehr aufgestellt werden.

Aufgrund des Pfadiheim-Neubaus wurde die vorhandene Fläche kleiner. Die Parkordnung muss optimiert werden, damit der Platz bestmöglich genutzt werden kann. Dies ist vor allem von Vorteil an Wochenenden und wenn das Militär in Erstfeld ist. Deshalb werden die Parkplätze signalisiert. Es wurde bewusst eine einfache Massnahme gewählt. Zum Parkplatz Bärenboden wurde des Weiteren die Frage gestellt, ob die Parkplätze mit Ladestation auch bewirtschaftet werden. Alois Furrer konnte bestätigen, dass dies der Fall sein wird.

Gemeindepräsidentin Pia Tresch informierte über die Sanierung der Kantonsstrasse durch das Dorf Erstfeld. Laut Peter Dittli werden die Arbeiten inklusive Sanierung der Werkleitungen voraussichtlich im September abgeschlossen.