Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ERSTFELD: Pfadiheim bringt Wertschöpfung

Das neue Pfadiheim im «Bärenboden» bietet Platz für hundert Personen und 50 Schlafplätze. Läuft alles nach Plan, wird bereits Ende dieses Jahres der Spatenstich erwartet.
Paul Gwerder
Die Mitglieder des Vereins Neubau Pfadiheim Uri; von links: Othmar Arnold, Marco Grepper, Urs Janett und Christian Imfeld. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 22. Februar 2018))

Die Mitglieder des Vereins Neubau Pfadiheim Uri; von links: Othmar Arnold, Marco Grepper, Urs Janett und Christian Imfeld. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 22. Februar 2018))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Rund 80 Personen kamen am Donnerstagabend ins Casino Erstfeld, um sich an der Orientierungsveranstaltung über das geplante «Pfadiheim Uri» aus erster Hand informieren zu lassen. «Wir sind extrem stolz, dass sich der Verein für den Standort Erstfeld entschieden hat», erklärte die Gemeindepräsidentin Pia Tresch. «Für mich und die rund 500 Kinder und Jugendlichen aus den sieben Urner Abteilungen ist es ein Traum, ein eigenes ‹Pfadiheim Uri› zu erhalten», sagte Christian Imfeld, der Präsident des Vereins Neubau Pfadiheim Uri.

Dieser Verein wurde anlässlich des 80-Jahr-Jubiläums der Pfadi Uri am 16. Mai 2016 in Flüelen gegründet. In der Projektgruppe sind ferner noch dabei: Regierungsrat Urs Janett (Sponsoring), Othmar Arnold (Kassier) und Marco Grepper (Bau). Der Verein will im «Bärenboden» das erste Kompetenzzentrum für Pfadi im Kanton Uri realisieren und damit einen wertvollen Beitrag für die Kinder- und Jugendförderung leisten. Zudem soll der Neubau auch als Kurs- und Lagerhaus zahlreiche Vereine und Schulen nach Uri locken, hofft der Verein.

Lagerhaus soll Tourismus ankurbeln

«Im Kanton Uri sind die sieben Pfadiabteilungen stetig auf der Suche nach geeigneten Kurslokalen. Deshalb ist die Idee entstanden, hier in Erstfeld ein Kompetenzzentrum zu errichten», sagte Urs Janett. Kurse, Sitzungen sowie Ausbildungslager für junge Menschen können dort abgehalten werden. «Zudem ist dies für die Standortgemeinde eine Angebotserweiterung für den Tourismus», ergänzt Janett. In Erstfeld würde es unzählige Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten wie beispielsweise den Bahnwanderweg, das «Tunnelfenster» oder «SBB-Historic» geben, erklärte der Regierungsrat. «Damit werden die Angebote in Uri weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannter, und für die Gemeinde wird es Wertschöpfung geben.»

Für Erstfeld wird es jährliche Kurtaxen von ungefähr 2000 Übernachtungen geben, und dank den lokalen Einkäufen profitiert das Gewerbe ebenfalls von diesem Projekt. Der Standort im nördlichen Bereich des Parkplatzes Bärenboden liegt verkehrstechnisch optimal, denn der Bahnhof ist nur ein paar Minuten entfernt. Heute findet in diesem Bereich jährlich vier- bis fünfmal ein Schafmarkt statt. Der Gemeinderat ist mit den Schafzüchtern im Gespräch und sucht für diesen Anlass einen geeigneten neuen Standort.

«Geplant ist ein mehrstöckiges Gebäude, das nebst dem Erdgeschoss ein Ober- und Dachgeschoss umfasst und eine Fläche von 921 m2 Land beansprucht», orientierte Marco Grepper. In den vier Zimmern gibt es total 49 Betten. Im Haus haben rund 80 Personen Platz zum Essen, 100 Personen können beispielsweise einem Vortrag folgen.

Ehemalige Pfadi haben Unterstützung zugesagt

Die Realisierung des Pfadiheims kostet rund 1,2 Millionen Franken, welche vom Verein Neubau Pfadiheim Uri aufgebracht werden sollen. Der Verein kann auf ein grosses Netzwerk von gut vernetzten ehemaligen Pfadi aus Verwaltung, Wirtschaft und Politik zurückgreifen. Diese haben ihre Unterstützung bei der Realisierung des Projektes zugesichert.

Für das Land soll von der Gemeinde Erstfeld ein unentgeltliches Baurecht gewährt werden zum symbolischen Betrag von einem Franken auf eine Dauer von 99 Jahren. Ebenfalls will die Gemeinde auf einen Baurechtszins verzichten. Für die Einräumung des Baurechts und den Verzicht auf den Baurechtszins braucht es noch die Zusage der Erstfelder Bevölkerung an der Gemeindeversammlung vom 21. März. Läuft alles nach Plan, wird Ende dieses Jahres der Spatenstich erwartet, und in einem Jahr sollen im neuen Gebäude schon die ersten Kurse stattfinden können.

An der Versammlung wurde betont, dass im neuen Heim spätestens um 22 Uhr Nachtruhe herrschen soll, damit die Anwohner nicht durch Lärm gestört werden. Die Orientierung war dermassen umfassend, dass seitens der Anwesenden keine Fragen offenblieben.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.