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ERSTFELD: Politiker Armin Braunwalder gestorben

Der Urner Politiker Armin Braunwalder ist tot. Der Mitinitiant der Alpen-Initiative und ehemalige Grüne Kantonsparlamentarier starb am Sonntag 52-jährig.
Markus Zwyssig
Armin Braunwalder starb im Alter von nur 52 Jahren. (Bild: Archiv Neue LZ)

Armin Braunwalder starb im Alter von nur 52 Jahren. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der ehemalige Landrat und anerkannte Energieexperte Armin Braunwalder ist am vergangenen Sonntag an einem Herzversagen verstorben. Der Vater zweier Töchter stand kurz vor seinem 53. Geburtstag. Braunwalder war ein engagierter Politiker und gehörte den Grünen Uri an. Zuvor war er im einstigen Kritischen Forum Uri aktiv. Armin Braunwalder war ausserdem Mitinitiant der Alpen-Initiative.

Russi: Zutiefst betroffen

Die ehemalige Landratspräsidentin Annalise Russi zeigte sich am Dienstag zutiefst betroffen über den unerwarteten Tod von Armin Braunwalder. «Er hinterlässt eine grosse Lücke.» Als Politiker, aber auch als Privatperson sei er immer ein äusserst zuverlässiger Mitmensch gewesen. Braunwalder habe sich einen Namen gemacht als ausgewiesener Fachmann in Energiefragen. Er habe sich stets für sozial benachteiligte Menschen und für einen fairen Umgang mit der Natur eingesetzt. Es tue ihr unsäglich leid für Braunwalders Familie. «Er wird der Partei, aber auch dem Kanton Uri an allen Ecken und Enden fehlen», sagte Russi.

Landrat und Nationalratskandidat

Armin Braunwalder war ein engagierter Politiker. Bei Debatten sagte er seine Meinung und nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Von 1992 an sass er als Vertreter des damaligen Kritischen Forums Uri im Landrat. 1995 schied er jedoch nach seinem Wohnortswechsel von Schattdorf nach Erstfeld aus dem Kantonsparlament aus. 2003 kandidierte Braunwalder zusammen mit der FDP-Politikerin Gabi Huber und dem SVP-Kandidaten Paul Dubacher für den Nationalrat. Klar gewählt wurde damals Gabi Huber. Aber auch Armin Braunwalder erzielte ein beachtliches Resultat. Ein Jahr später konnte er bei den Wahlen ins Kantonsparlament einen Erfolg feiern. So vertrat er von 2004 bis 2012 als grüner Landrat die Gemeinde Erstfeld auf kantonaler Ebene. Ab 2011 war er ein Jahr lang im Verwaltungsrat der Gemeindewerke Erstfeld.

Lehrer, Journalist, Energieexperte

Braunwalder war früher als Primarlehrer tätig. Als kritischer Journalist hat er für die einstige rot-grüne Urner Monatszeitschrift «Alternative» gearbeitet.

Braunwalder betrieb in Erstfeld das Büro Energie-Kommunikation. Von 1996 bis 2004 war er Geschäftsführer der Schweizer Energiestiftung. «Wir verlieren einen wichtigen Mitstreiter und Weggefährten. Zudem war Armin Braunwalder ein grossartiger Kommunikator und ein sehr guter Journalist, der stets gründlich recherchierte», sagt der heutige Geschäftsführer der Stiftung, Jürg Buri. Sein Vorgänger habe das Flair gehabt, Komplexes einfach zu sagen. «Er war ein grossartiger Mensch und hat viel politisches Geschick bewiesen.» Die Schweizerische Energiestiftung habe ihm viel zu verdanken. So habe Braunwalder mitgeholfen, die Organisation strategisch neu zu positionieren, die Führung zu vereinfachen und ihr zu effizienteren Strukturen zu verhelfen. Braunwalder habe parteiübergreifend gearbeitet. «Er konnte sich mit allen an einen Tisch setzen», so Buri.

Er verhalf Erstfeld zum Gold-Label

Braunwalder war ein grosser Förderer der Energiestadt Erstfeld. So wurde 2001 die Gemeinde als erste in Uri mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet. Zudem präsidierte er bis zu seinem Tod die Energiestadtkommission. Dabei verhalf er der Gemeinde zum Gold-Label. Erstfeld ist damit die kleinste Schweizer Gemeinde und das erste Urner Dorf mit dieser Auszeichnung.

Zum Tod von Armin Braunwalder entbieten wir den Angehörigen unser aufrichtiges Beileid.

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