ERSTFELD: Reformierter Pfarrer wechselt zu Katholiken

Der reformierte Pfarrer Ulrich Schmaltz geht. Ab 1. August wird er Leiter der römisch-katholischen Kirchgemeinde Giswil. Damit muss er auch einen Glaubenswechsel vollziehen.

Bruno Arnold
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Der Evangelisch-reformierte Landeskirchenrat Uri löst das Arbeitsverhältnis mit Ulrich Schmaltz, seit 1990 Pfarrer der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Erstfeld und Urner Oberland, per 31. Juli «in gegenseitigem Einvernehmen auf». Der 55-jährige Theologe tritt eine neue Stelle in der römisch-katholischen Kirchgemeinde Giswil an. Mit diesem Wechsel ist auch eine Konversion verbunden. Der entsprechende Termin mit dem Bistum Chur sei vereinbart und soll vor dem Amtsantritt in Giswil erfolgen.

Kritik an Altdorf

«Ich bedaure den Abgang von Pfarrer Schmaltz ausserordentlich», sagt Helen Schuler, die Präsidentin der Kirchenpflege Erstfeld und Urner Oberland. «Er hat während der vergangenen 24 Jahre wirklich gute Arbeit geleistet und hätte einen schöneren Abschied verdient.» Den Hauptgrund sieht sie vor allem bei der finanziellen Situation der Landeskirche. Beide reformierten Pfarrer (Altdorf und Erstfeld/Ursern) sind heute in einem 100-Prozent-Pensum angestellt. Wegen der Finanzprobleme der Landeskirche sollen nach der Umstrukturierung nur noch total 150 Stellenprozente besetzt werden. «Das angebotene 50-Prozent-Pensum kam für unseren Pfarrer nicht in Frage», so Schuler. «Mit ein bisschen gutem Willen und etwas weniger Kompromisslosigkeit auf Altdorfer Seite hätte man sicher eine befriedigendere Lösung finden können.»