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ERSTFELD: Schattig-Chatzämüsig läutet die heiteren Tage ein

Die Fasnacht beginnt im Bähnlerdorf mit einem alten Brauch. Dieser entstand in der Zeit des Aufbruchs.
Auf der Flüe, oberhalb von Erstfeld, trommelten die Schattig-Chatzämüsiker die Fasnacht richtiggehend ein. Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 18. 2. 17)

Auf der Flüe, oberhalb von Erstfeld, trommelten die Schattig-Chatzämüsiker die Fasnacht richtiggehend ein. Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 18. 2. 17)

Lange bevor die offizielle Katzenmusik zu hören ist, wird in Erstfeld die Fasnacht nach einem alten Brauch mit der «Schattig-Chatzämüsig» eingeläutet. Gegründet wurde diese – übrigens eine der ältesten Urner Katzenmusiken – im Jahr 1931 von zehn Burschen, die alle im «Schattigen» wohnten, dies ist das Gebiet westlich der Reuss.

Joe Zgraggen, der diesen losen Verein mit seiner Frau und einigen Kollegen führt, sagte dazu: «Damals herrschte in Erstfeld eine grosse Euphorie und Aufbruchstimmung, denn mit dem Bau des Kraftwerkes Bocki glaubte man an eine gute Zukunft, und deshalb wurde diese Katzenmusik gegründet.» Da es zu dieser Zeit noch keine Instrumente und Trommeln gab, nahm man stattdessen Fässer zu Hilfe. Zuerst wurde unter dem «Jutzstein» oberhalb von der Bruchen getrommelt, und ab dem Jahr 1984 gab es zwei Gruppen. Die einen blieben am alten Standort, vorwiegend junge Burschen, und die anderen machten ab 1984 Chatzämüsig auf der Flüe.

Am vergangenen Samstagabend waren rund 30 Frauen und Männer sowie einige Kinder dort oben und droschen mit schweren Holzhämmern die Katzenmusik-Melodie im Takt auf die 200-Liter-Fässer. Für Touristen und durchreisende Leute ist es vermutlich recht unheimlich, wenn aus dem Dunkeln oberhalb von Erstfeld der Katzenmusikmarsch ertönt. Eingefleischten Fasnachtsfreaks verursacht es Hühnerhaut, denn nun wissen sie, dass die schönsten Tage definitiv vor der Tür stehen.

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

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