ERSTFELD: Schiesserei: Wichtige Zeugin abgetaucht

Die Vorwürfe gegen den Barbetreiber sind happig: Er soll sein Kind benutzt haben, um Geld zu verstecken.

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Beim Bärenbodenweg in Erstfeld wurde in der Nacht auf den 12. November bei einer Schiesserei eine 31-jährige Frau angeschossen. (Bild Daniel Regli/Neue UZ)

Beim Bärenbodenweg in Erstfeld wurde in der Nacht auf den 12. November bei einer Schiesserei eine 31-jährige Frau angeschossen. (Bild Daniel Regli/Neue UZ)

Bei ihren Ermittlungen zum Fall der angeschossenen Ukrainerin in Erstfeld hat die Polizei am Wochenende das persönliche Umfeld des Opfers befragt. Gerne hätte sich die Polizei auch mit einer 31-jährigen ausländischen Frau unterhalten. Doch diese ist unauffindbar: «Die Frau ist nicht an ihrem Wohnort. Indizien deuten darauf hin, dass sie sich im Ausland befindet», sagt Polizeisprecher Karl Egli auf Anfrage. So wie es aussehe, sei sie aber bereits vor der Tatnacht abgereist. Bei der untergetauchten Frau soll es sich um eine verheiratete Frau handeln, die aber vom in Untersuchungshaft sitzenden Erstfelder Barbetreiber ein Kind erwarte.

Soll keine Alimente bezahlt haben
Im Umfeld der Ukrainerin wirkt dies störend: «Für seinen dreijährigen Sohn aus der Ehe mit dem angeschossenen Opfer hat er noch nie einen Franken Alimente bezahlt», sagt ein Informant gegenüber unserer Zeitung. Obwohl die Ehe in zwei Wochen geschieden werden sollte, habe der Barbetreiber seinem dreijährigen Sohn vor einiger Zeit aber eine Erbschaft überschrieben. Diese Aktion diene einem einzigen Zweck: Geld vor den Konkursbehörden zu verstecken.

Daniel Regli

Den ausführlichen Artikel finden Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung und den Regionalausgaben der Neuen Luzerner Zeitung.