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ERSTFELD: Schwarze Zahlen budgetiert – trotz grossen Investitionen

Die Gemeinde Erstfeld rechnet im kommenden Jahr mit einem kleinen Gewinn. An der Gemeindeversammlung stehen neben dem Budget aber auch Wahlen auf der Traktandenliste.
Das Jagdmattschulhaus spielt in der Gesamtschau eine Rolle. (Bild: PD (Erstfeld, 2017))

Das Jagdmattschulhaus spielt in der Gesamtschau eine Rolle. (Bild: PD (Erstfeld, 2017))

Am Mittwoch, 22. November, findet in Erstfeld die Gemeindeversammlung statt. Dabei geht es unter anderem um das Budget 2018. Erstfeld rechnet dabei mit einem Gewinn von 5000 Franken – dies bei einem Aufwand von 12,266 Millionen Franken. Gleichzeitig soll der Steuerfuss bei 103 Prozent belassen werden. Der Steuerfuss konnte in den vergangenen Jahren übrigens sukzessive gesenkt werden. 2012 betrug er noch 117 Prozent.

Als Folge der Nettoinvestition von 4,38 Mio. Franken ergibt sich ein erhöhter Abschreibungsbedarf von 713000 Franken. Die grössten Abschreibungen entfallen auf die Sportanlage Pfaffenmatt sowie die Mobilien der Schule. Bei den Steuererträgen rechnet die Gemeinde 2018 mit keinen grossen Veränderungen. Höhere Kosten fallen bei der Restfinanzierung der Pflegekosten an. Aufgrund der Erfahrungen aus den Vorjahren konnte die Budgetposition «Wirtschaftliche Hilfe» um netto 100000 Franken gesenkt werden.

Gemeindefinanzen entwickeln sich positiv

Die Investitionsrechnung 2018 weist Ausgaben von 5,580 Mio. Franken und Einnahmen von 1,20 Mio. Franken aus, was einer Nettoinvestitionszunahme von 4,38 Mio. Franken entspricht. Diese führt unweigerlich zu ei-ner Neuverschuldung (Selbstfinanzierung 700900 Franken). Damit fallen die Nettoinvestitionen im Vergleich zu den Vorjahren bedeutend höher aus.

Die Erstfelder Gemeinde­finanzen haben sich in den vergangenen Jahren wiederholt sehr positiv entwickelt. So konnten im Jahr 2016 zusätzliche Abschreibungen von rund 1,23 Mio. Franken getätigt werden. Das Nettovermögen konnte um 0,37 Mio. Franken erhöht werden. Per 31. Dezember 2016 wies die Gemeinde Erstfeld ein Nettogut­haben von Fr. 3,12 Mio. Franken aus. Das Eigenkapital betrug knapp 4,7 Mio. Franken.

EWA soll Strom für Neat und Raststätte liefern

Neben dem Budget 2018 der Einwohnergemeinde werden die Budgets des «Spannort» und der Wasserversorgung Erstfeld vorgelegt. Offene Wahlen sind für den Verwaltungsrat der Gemeindewerke und des Alters- und Pflegeheims Spannort sowie das Quartieramt zu tätigen. Weiter ist eine Ersatzwahl für ein Mitglied in der Rechnungsprüfungs­kom­mission vorzunehmen.

Traktandiert ist zudem ein Konzessionsvertrag mit der Elektrizitätswerk Altdorf AG. Mit diesem Vertrag werden die Konzessionsabgaben für die Stromlieferungen des EWA für die Gotthard-Raststätte und den Neat-­Basistunnel (Notversorgung) geregelt.

Die Gemeindeordnung wird nun angepasst

Weiter wird der Versammlung ein Antrag betreffend Übernahme der Schulliegenschaften durch die Einwohnergemeinde Erstfeld unterbreitet. Damit verbunden sind Änderungen in der Gemeindeordnung und der Verordnung über das Personalrecht.

Markus Herger

redaktion@urnerzeitung.ch

Hinweis

Die Gemeindeversammlung findet am Mittwoch, 22. November, im Casinosaal statt. Wegen der langen Traktandenliste beginnt sie bereits um 19.30 Uhr. Die Unterlagen und Anträge können ab Dienstag am Schalter der Gemeindekasse bezogen werden.

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