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ERSTFELD: «Sind topmodern ausgerüstet»

Die Betriebswehr der SBB hat einen neuen Lösch- und Rettungszug. Er wird auch im Gotthard-Basistunnel der Neat zum Einsatz kommen.
Urs Hanhart
Der neue Lösch- und Rettungszug wurde vom Erstfelder Pfarrer Viktor Hürlimann mit Weihwasser gesegnet. (Bild Urs Hanhart)

Der neue Lösch- und Rettungszug wurde vom Erstfelder Pfarrer Viktor Hürlimann mit Weihwasser gesegnet. (Bild Urs Hanhart)

Festlich zu und her ging es gestern im kürzlich eröffneten neuen Erhaltungs- und Interventionszentrum (EIZ) der SBB in Erstfeld. Im Zentrum stand der mit einem Urner Wappen versehene neue Lösch- und Rettungszug der SBB-Betriebswehr. Dieser wurde von Pfarrer Viktor Hürlimann feierlich eingeweiht. Dabei hatte der Seelsorger viel zu tun. Er marschierte nämlich die gesamte vierteilige Zugkomposition ab und versah alle Komponenten mit Weihwasser. Diese Zeremonie, während der die Jungmusik Erstfeld zwei Stücke zum Besten gab, nahm mehrere Minuten in Anspruch.

Für den Basistunnel aufgerüstet

Der feuerrote Lösch- und Rettungszug beinhaltet zwei Rettungswagen, einen Löschwagen und ein Gerätefahrzeug. «Im Vergleich zu unserem alten Einsatzzug hat der neue diverse Vorteile zu bieten», sagte Alois Zurfluh, Kommandant der SBB-Betriebswehr Erstfeld. «Vor allem hat er einen zusätzlichen Rettungswagen, und zudem ist der Zug nun selbstfahrend. Dadurch benötigen wir kein zusätzliches Zugfahrzeug mehr.» Untergebracht ist der neue Lösch- und Rettungszug im EIZ. Dort verfügt er über eine extra lange Garage. Dessen Vorgänger war noch beim Bahnhof Erstfeld stationiert.

Axen, Bergstrecke und Neat

Das Rayon der SBB-Betriebswehr Erstfeld erstreckt sich von Schwyz bis nach Göschenen. Der neue Lösch- und Rettungszug wird künftig nicht nur auf der Axen- und auf der Gotthard-Bergstrecke zum Einsatz kommen, sondern auch im Gotthard-Basistunnel der Neat, der Anfang Juni 2016 eröffnet wird. «Dank des zusätzlichen Rettungswagens können wir nun bis zu 150 Personen evakuieren», erklärte Zurfluh. Die insgesamt 20 Mann umfassende SBB-Betriebswehr Erstfeld ist rund um die Uhr mit fünf Mitarbeitern im EIZ präsent und somit jederzeit einsatzbereit. Für grosse Ereignisse besteht eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Uri und der Chemiewehr Uri. Diese wird nötigenfalls ebenfalls aufgeboten. Allerdings schränkte Zurfluh ein: «95 Prozent aller Ereignisse können wir mit dem Fünferteam bewältigen.»

Zwillingsbruder im Tessin

Im Hinblick auf die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels der Neat haben die SBB gleich zwei neue Lösch- und Rettungszüge beschafft. Der andere ist im Tessin stationiert, also auf der Südseite des Jahrhundertbauwerks. Dadurch können die Spezialisten im Ereignisfall von beiden Seiten intervenieren. Inklusive der Hilfswagen kosteten die Neuanschaffungen rund 36 Millionen Franken. Für Zurfluh ist dies eine absolut sinnvolle Investition: «Wir sind jetzt topmodern ausgerüstet und technisch auf dem neuesten Stand.»

Urs Hanhart

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