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ERSTFELD: Spenglerarbeit erhält viel Lob

Die Bless AG aus Erstfeld hat den Turm der römisch-katholischen Kirche vergangenes Jahr neu eingekleidet. Der Verein diplomierter Spenglermeister der Schweiz würdigte die aufwendigen Arbeiten.
Bemerkenswert an der Arbeit der Firma Bless ist der gelungene Übergang vom viereckigen Turmfuss zur achteckigen Turmspitze. (Bild: PD (Erstfeld, 17. November 2017))

Bemerkenswert an der Arbeit der Firma Bless ist der gelungene Übergang vom viereckigen Turmfuss zur achteckigen Turmspitze. (Bild: PD (Erstfeld, 17. November 2017))

Der Verein diplomierter Spenglermeister der Schweiz würdigte die aufwendigen Arbeiten.
Der Verein diplomierter Spenglermeister der Schweiz (VDSS) führt im Drei-Jahres-Rhythmus den nationalen Wettbewerb «Goldene Spenglerarbeit» durch. Prämiert werden jeweils besonders anspruchsvolle Spenglerarbeiten und Blechbekleidungen. Am Wettbewerb 2018 nahm auch die Bless AG aus Erstfeld teil. Sie hat den Turm der römisch-katholischen Pfarrkirche Erstfeld saniert respektive neu eingekleidet. Als Siegerin durfte sich dieses Jahr die Scherrer Metec AG aus Zürich auszeichnen lassen. Doch auch das Erstfelder Werk erhielt von der Fachjury sehr viel Lob.
Den Kirchenturm im eigenen Dorf bekleiden zu dürfen, ist der Stolz jedes Spenglermeisters. Wenn der junge Meister dann dazu noch den Turm sanieren kann, der Mitte des vergangenen Jahrhunderts durch den eigenen Grossvater erstellt wurde, ist die Freude noch familiärer und grösser. Dies war bei Spenglermeister Gregor Bless der Fall. «Unser Grossvater hat mit viel Handarbeit und noch mehr Berufsstolz die damalige Turmbekleidung erstellt», sagt Gregor Bless. «In den vergangenen Jahren hat aber der Zahn der Zeit an der Deckung und ihrer Holz-Unterkonstruktion genagt.»
Deckung ist nicht
mehr gleich wie 1955
Nachdem im Frühling 2017 Turm und Kirche eingerüstet worden waren, wurden zuerst die Spenglerarbeiten an der Kirche erneuert. Anfang Juni 2017 begannen die Arbeiten mit dem Auswechseln der Rinne. Aus Gründen der Falztechnik und der Dichtigkeit entschied der Spenglermeister mit den Partnern, die Deckung nicht mehr gleich wie 1955 auszuführen. Die neue Deckung wurde mit Blechplatten mit einfachen Querfalzen gemacht. Die Längsfalze sind im Doppelfalzsystem realisiert. Der Turm ist im Grundriss achteckig. Damit in den Gratfalzen keine Falze aufeinandertrafen, begannen die Spengler am Turmfuss mit jeweils unterschiedlichen ganzen und halben Teilen. Der untere Teil besteht aus vier Trapezen und vier auf dem Spitz stehenden Dreiecken. Im oberen Teil sind es dann acht gleiche Dreiecke, welche in den Turmspitz mit zwei Kugeln und dem Kreuz münden. «Es gelang, die Handarbeit mit der nötigen industriellen Produktion zu vereinen, sodass wir innert knapp neun Wochen die ganze Deckung erstellen konnten. Als Dessert montierten wir die neue Konstruktion für Kreuz und Kugel», erklärt Bless.
Wenn ein Unternehmen über Generationen in denselben Firmenhänden bleibt, spricht dies für Qualifikation und Qualität der im Einsatz stehenden Fachleute. «Dies bringt zum Ausdruck, dass ein Turm für Generationen gebaut wird und dass auch die junge Generation von heute den Beruf noch liebt und beherrscht», schreibt die Jury zur Arbeit der Firma Bless. «Bei einer Sanierung dürfen frühere Fehler nicht wiederholt werden.» Dies bedinge aber saubere Abklärungen und kluges Vorgehen samt Entscheidungen. «Der schlanke Turm ist als Klassiker einer Spenglerkarriere echt gelungen», lobt die Jury. Der Übergang vom viereckigen Turmfuss zur achteckigen Turmspitze ergebe interessante, geometrisch raffiniert verbundene Dreieckflächen. Die Plattengrösse und die Falztechniken seien gut gewählt und kombiniert.
Interessant seien auch die vielen Details rundherum: schöne Rinnenkasten, formspezielle Schwanenhälse und gute Blitzschutzlösung am Gebäudefuss durch Verbindung mit der Armierung des neuen Kirchenbodens. «Bravo für die tolle Realisation!», so die Jury. (red)

Gregor Bless, Spenglermeister. (Bild: PD)

Gregor Bless, Spenglermeister. (Bild: PD)

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