ERSTFELD: Spielgruppe zieht ins «Badhüsli» ein

Die Berichte der Gemeinde, des «Spannorts» und der Gemeindewerke gaben wenig zu reden. Auch der Planungskredit der Sportanlage Pfaffenmatt gab keinen Anlass zu Diskussionen.

Paul Gwerder
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Die Spielgruppe «Patschhändli» ist neu im «Badhüsli» beheimatet. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 8. Juni 2017))

Die Spielgruppe «Patschhändli» ist neu im «Badhüsli» beheimatet. (Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 8. Juni 2017))

Paul Gwerder

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Die rund 60 anwesenden Erstfelder interessierten sich an der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend vor allem für die Orientierungen der Gemeindepräsidentin. So konnte Pia Tresch erfreut mitteilen, dass die Spielgruppe Patschhändli eine neue Bleibe gefunden hat: «Es war schon länger bekannt, dass die Kleinsten der Gemeinde aus dem bisherigen Standort im ‹Jägerheim› werden ausziehen müssen», sagte Tresch. Als die Liegenschaft «Badhüsli», zuoberst an der Lindenstrasse, von den SBB zum Verkauf ausgeschrieben wurde, packte der Gemeinderat die Chance und kaufte dieses Gebäude. Nach den Sommerferien wird die Spielgruppe dort einziehen.

Des Weiteren informierte die Gemeindepräsidentin, dass sich eine Arbeitsgruppe «Sanierung Kleinkaliberschützenstand» aus Vertretern der Sportschützen, verschiedenen Anwohnern und dem Gemeinderat zu diversen Besprechungen getroffen hat, um auf diesem Weg eine optimale Lösung zu finden, welche für alle stimmt.

Gemeindewerke mit erfreulichem Jahr

«Der Regierungsrat hat die revidierte Nutzungsplanung und die Bau- und Zonenordnung am 4. April genehmigt, und der Gemeinderat hat diese am 1. Juni in Kraft gesetzt», sagte Pia Tresch. Das Gebiet «Bitzi» ist aufgrund einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde von der Genehmigung ausgeschlossen, und zudem muss der Gemeinderat die «Ausscheidung Gewässerraumzonen im Gebiet Waldnacht und ergänzende Vorschriften zur Siedlungsökologie und Konkretisierung Schutzmassnahmen der Schutzgebiete noch erledigen.

Zur Situation auf dem Bahnareal Erstfeld konnte Folgendes vermelden werden: «Der Gemeinderat wird zusammen mit dem Kanton und in Zusammenarbeit mit den SBB ein Nutzungskonzept in Auftrag geben. Es geht hier besonders um die weitere Nutzung des Dienstgebäudes, welches die SBB verkaufen möchten.» Im Weiteren wies Tresch darauf hin, dass in SBB Historic der Lokremise eine Ausstellung zum Thema «Gotthard-Berg­strecke» eröffnet hatte. Die Planungskommission Schulanlagen kam zusammen mit der Firma Basler und Hofmann zum Ergebnis, dass im vorliegenden Raumprogramm knapp genügend Schulräumlichkeiten geplant sind, insbesondere bei den Kindergärten besteht Handlungsbedarf. Peter Dittli, Geschäftsführer der Gemeindewerke, sagte erfreut: «Wirtschaftlich gesehen, war 2016 ein gutes Jahr mit einem Unternehmensgewinn von rund 289000 Franken. Dies, obwohl die Preise auf dem freien Strommarkt erneut gesunken sind», so Dittli. Dank der Anpassung der Stromtarife und der überdurchschnittlichen Stromproduktion konnte im Bereich des «Elektrizitätswerks» ein Gewinn von 867122 Franken erwirtschaftet werden. Die Wasserversorgung schloss mit einem kleinen Gewinn von fast 6000 Franken ab, während im Bereich Dienstleistungen ein Verlust von 71214 Franken eingefahren wurde. Erstmalig wurden 450 000 Franken Rückstellungen für allgemeine Risiken gebildet.

Drei Sri Lanker erhalten Bürgerrecht

Bernhard Indergand, Verwaltungsrat Spannort, meinte zur Rechnung: «Wir haben im letzten Jahr einen kleinen Verlust von 36036 Franken gemacht, dies ist zwar nicht erfreulich, aber trotzdem für uns verkraftbar.» Ein Grund für diesen Verlust ist ein erneut höherer Per­sonalaufwand wegen höherer Lohnkosten im Bereich Pflege, da der Pflegeaufwand für das Personal gestiegen ist.

Die Gemeinderechnung schliesst mit einem Gewinn von 83409 Franken, trotz zusätzlicher Abschreibungen von rund 1,2 Millionen Franken. Die Anwesenden stimmten den Rechnungen zu. Die Abrechnung über die Sanierung des Gemeindesaales im Stegmattschulhaus, der neu Stegmattsaal heissen wird, in der Höhe von rund 276000 Franken und die Abrechnung über den Planungskredit der Sportanlage Pfaffenmatt von 75229 Franken wurde ohne Wortmeldungen gutgeheissen. Drei sri-lankischen Staatsangehörigen, Vannivadivel Baleswaran mit seinen beiden Söhnen Laxsikan und Laxsmann, wurde das Bürgerrecht der Gemeinde Erstfeld zugesichert.