ERSTFELD: Stellungspflichtige greifen zur Panzerfaust

Füsilier, Sanitäter oder etwas anderes? Künftige Wehrmänner haben die Wahl. In Erstfeld durften sie sich auch mit Waffen vertraut machen.

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Tête-à-Tête mit der Panzerfaust: Die aufgestellten Waffen interessierten die Stellungspflichtigen sehr. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Tête-à-Tête mit der Panzerfaust: Die aufgestellten Waffen interessierten die Stellungspflichtigen sehr. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Der Start in den gestrigen Orientierungstag für 50 Stellungspflichtige und einige Freiwillige im «Krump» in Erstfeld verlief nicht ganz programmgemäss. Es ging nämlich mit einer kleinen Panne los: Anstatt des von Kreiskommandant Eduard Furger angekündigten Kurzfilms «Zu einer guten Zeit aufgewachsen» über die auf mehrere Säulen bauende Schweizer Sicherheitspolitik lief ein Streifen an, der mit diesem ernsten Thema gar nichts zu tun hatte. Es handelte sich augenscheinlich um einen Bericht über das Sauber-Formel-1-Team.

 Die Stimmung unter den Aufgebotenen mit Jahrgang 1990 aus neun Urner Gemeinden, für die es sich um einen Pflichttermin handelte, wurde dadurch mit einem Schlag aufgeheitert. Und im zweiten Anlauf klappte das Abspielen des vorgesehenen Films dann absolut reibungslos.

Sich mit der Panzerfaust vertraut machen
Das Tagesprogramm war prallvoll mit Infoblocks zu diversen Themen. Im Zentrum stand das Vorstellen der verschiedenen Truppengattungen und der Dienstmodelle. Bei Ersteren konnte aus Zeitgründen nur punktuell ins Detail gegangen werden. Für eine ausgiebige Präsentation aller 286 Funktionen, welche die Schweizer Milizarmee zu bieten hat, wären wohl mehrere Tage nötig gewesen.

Zum Informationsanlass gehörte auch eine kleine Ausstellung, in welcher die Teilnehmer die eine oder andere - selbstverständlich ungeladene - Waffe, aber auch Klamotten schon mal Testanfassen beziehungsweise in Anschlag nehmen durften. So etwa konnten sie sich schon einmal mit der Panzerfaust vertraut machen.

Das Urner Amt für Bevölkerungsschutz und Militär führt bis am kommenden Dienstag fünf stets gleich gestaltete Orientierungstage durch. Dazu hat es 239 Stellungspflichtige aufgeboten. Zwei junge Frauen haben sich heuer freiwillig zum Militärdienst gemeldet. Das sind neun weniger als im Vorjahr. 

Urs Hanhart

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.