ERSTFELD: Uri will vom Transitverkehr profitieren

Das Schwerverkehrs­zentrum in Erstfeld bringt Uri mehrere Vorteile: neue Ar­beits­plätze, höhere Verkehrssicherheit und einen willkommenen Zustupf für die Staatskasse.

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In Erstfeld laufen die Arbeiten für das grösste Schwerverkehrs­zen­trum der Schweiz auf Hoch­touren. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

In Erstfeld laufen die Arbeiten für das grösste Schwerverkehrs­zen­trum der Schweiz auf Hoch­touren. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

In Erstfeld laufen die Bauarbeiten am rund 70 Millionen Franken teuren Schwerver­kehrs­zentrum (SVZ) auf Hochtouren. 

Ab März 2009 kann das gut 70'000 m2 umfassende Areal bereits als vorgela­gerter und für 380 LKW konzipierter Abfahrts- und Warteraum für das Tropfenzählsystem am Nordportal des Gotthard-Strassentunnels betrieben werden. 

Die LKW-Kolonnen im Warteraum auf der A2 zwischen Seedorf und Attinghausen werden damit der Vergangenheit angehören. Anfang Oktober 2009 wird das SVZ im Teilbetrieb seinen Dienst aufnehmen. 

Betrieb und Kontrollen geregelt
In einer Leistungsvereinbarung überträgt das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) dem Kanton Uri die Aufgaben, einerseits das SVZ zu betreiben und anderseits im Rahmen der verkehrspolizeilichen Patrouillentätigkeit die Schwerverkehrskontrollen im Aussendienst sowie die ordentlichen Betriebskontrollen zu intensivieren. Der Landrat wird am kommenden Mittwoch über die Vereinbarung befinden.

  • Betrieb des SVZ. Dieser beinhaltet insbesondere die Bewirtschaftung des Verkehrs auf dem SVZ, die Steuerung des an- und abfliessenden Schwerverkehrs auf der A2 und auf der Kantonsstrasse H2, die Durchführung von Schwerverkehrskontrollen, die Bewirtschaftung des Abfahrtsraums für das Tropfenzählsystem und die Bewirtschaftung des Warteraums bei belegtem Abfahrtsraum. Für den Betrieb des SVZ entschädigt der Bund dem Kanton Uri die effektiven Personal- und Gemeinkosten. Diese betragen nach heutigem Stand zirka 6 Millionen Franken.
  • Kontrollen im Aussendienst gilt bis Ende September 2009 noch die Vereinbarung von 2005. Das heisst: Vorausgesetzt werden bis zu diesem Datum total 11'250 Stunden. Bis Ende 2009 kommen nach neuer Leistungsvereinbarung noch 250 Stunden hinzu. Mit dem Vollbetrieb des SVZ ab 2010 hat der Aussendienst der Kapo Uri dann jährlich noch während 1000 Stunden Kontrolltätigkeiten im Zusammenhang mit dem Schwerverkehr zu erfüllen.

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.