ERSTFELD: Vorläufig fährt die Bahn nur im Notbetrieb

Weil ein Abwart fehlt, steht die Seilbahn Erstfeld–Schwandi im Sommer für Touristen still. Mit einer Genossenschaft will man den künftigen Betrieb sichern.

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Die Schwandi-Seilbahn in Erstfeld steht für Touristen vorläufig still. (Bild: Paul Gwerder)

Die Schwandi-Seilbahn in Erstfeld steht für Touristen vorläufig still. (Bild: Paul Gwerder)

gw. Fast 80 Jahre lang hat Marie Furrer den Betrieb der Luftseilbahn Erstfeld–Schwandi sichergestellt. Seit ein paar Monaten lebt sie aus gesundheitlichen Gründen im Betagten- und Pflegeheim Spannort in Erstfeld. Ein grosses Problem auf dem Schwandi sind auch die Besitzstandverhältnisse, denn Marie Furrer ist allei­nige Eigentümerin der Schwandi-Seilbahn, und ihr gehört auch die Liegenschaft bei der Bergstation. Damit die Luftseilbahn weiterhin betrieben werden konnte, sprang die Gemeinde Erstfeld kurzfristig in die Bresche. Sie erhielt die notwendige Konzession für 2014.

Trägerschaft gründen

Weil es der Gemeinde nicht möglich war, einen Seilbahnwart anzustellen, wird nun aber in diesem Jahr nur ein sogenannter Notbetrieb gewährleistet. Das heisst, es werden nur Liegenschafts- und Ferienhausbesitzer unter gewissen Voraussetzungen befördert. Ziel des Gemeinderats ist es jedoch, noch in diesem Jahr eine Trägerschaft zu gründen, die den weiteren Betrieb der Seilbahn ab 2015 sicherstellt. Eine Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, die Gründung einer Genossenschaft voranzutreiben.