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ERSTFELD: Walter A. Stöckli 74-jährig verstorben

Uri verliert eine seiner kritischsten politischen Stimmen: Walter A. Stöckli ist am Samstag, 10. September, verstorben.
Der Urner Rechtsanwalt ist am Samstag im Alter von 74 Jahren verstorben. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Der Urner Rechtsanwalt ist am Samstag im Alter von 74 Jahren verstorben. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Der bekannte und auch umstrittene Urner Rechtsanwalt und Notar Walter A. Stöckli ist am Samstagmorgen nach nach längerer schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren im Kantonsspital Uri in Altdorf verstorben. Der Erstfelder gehörte von 1972 bis 1980 als CVP-Vertreter dem Urner Landrat an. Mehrmals bewarb er sich ab den 1970er-Jahren auch um den der Urner Sitz im Nationalrat oder für eines der beiden Urner Mandate im Ständerat – allerdings immer ohne Erfolg.

Geachtet, aber auch gefürchtet

Walter A. Stöckli galt als eigentliches «Enfant terrible» der Urner Politik. Mit Referenden, Beschwerden, aber auch in kritischen Leserbriefen wehrte er sich immer wieder gegen Entscheide oder Absichten verschiedenster politischer und richterlicher Behörden sowie Ämter der Verwaltung des Kantons Uri. Dabei nahm der Erstfelder Anwalt jeweils kein Blatt vor den Mund. Gerade weil Walter A. Stöckli die Dinge respektive die Personen beim Namen nannte, wurde er einerseits von vielen Urnerinnen und Urnern geachtet und geschätzt. Anderseits wurde der Erstfelder Anwalt aber auch gefürchtet, und zwar von jenen Personen, die er mit seiner Kritik offen, kompromiss- und auch schonungslos ins Visier nahm.

Einfluss hinter den Kulissen

Walter A. Stöcklis Einfluss auf wegweisende politische Entscheide in Uri war erwiesenermassen gross – dies nicht immer nach dem Gusto der Urner «Classe politique». Namhafte Persönlichkeiten kontaktierten den Erstfelder Anwalt jeweils, bevor sie ihre Strategien für das Aufgleisen politischer oder rechtlicher Entscheide festlegten oder bevor sie den Widerstand gegen Empfehlungen oder Absichten «von oben» organisierten. Walter A. Stöcklis Gefallen am Konfrontationskurs war ebenso bekannt wie sein Flair für geschicktes Taktieren und Agieren hinter den Kulissen des politischen und gesellschaftlichen Lebens in Uri. Genau diese Eigenschaften machten ihn für viele kommunale und kantonale Entscheidungsträger zu einem wichtigen Partner und Verbündeten. Auch politische Gegner attestierten dem Erstfelder Anwalt denn auch immer wieder, wegweisenden Einfluss auf wichtige politische Entscheide im Kanton Uri zu nehmen, ohne in irgendeiner zuständigen Behörde zu sitzen.

Gerichte auf Trab gehalten

Schliesslich und nicht zuletzt galt der Erstfelder Anwalt als gewiefter und cleverer Anwalt, der seine Klienten vor Gericht mit viel juristischem Sachverstand vertrat und dabei weniger auf Vergleiche, sondern prioritär – und sehr oft erfolgreich – auf Konfrontation setzte. Dass er den Weg ans Bundesgericht in Lausanne nicht fürchtete und damit auch die Urner Gerichte – mehr als diesen lieb war – auf Trab hielt, wird denn auch in der Urner Öffentlichkeit kaum bestritten.

Bruno Arnold

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