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Erstfelder sagen Ja zum Planungskredit für Schulanlagen

Die nur gerade 51 Stimmberechtigten folgten an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch in Erstfeld bei allen Geschäften den Anträgen der Verantwortlichen. Das heisst: Sämtliche Kredite, Rechnungen und Einbürgerungsgesuche wurden gutgeheissen.
Die SVP Erstfeld ist dagegen, dass im Kirchmattschulhaus künftig kein Schulbetrieb mehr geplant wird. (Bild: Urs Hanhart, Erstfeld, 4. Juni 2018)

Die SVP Erstfeld ist dagegen, dass im Kirchmattschulhaus künftig kein Schulbetrieb mehr geplant wird. (Bild: Urs Hanhart, Erstfeld, 4. Juni 2018)

Um eine Abstimmungsvorlage zur Erneuerung der Schulanlagen Erstfeld erarbeiten zu können, wurde an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch nach langer Diskussion mit wenigen Gegenstimmen ein Planungskredit von 70’000 Franken gesprochen. Die Erneuerung der Schulanlagen Erstfeld beinhaltet folgende Teilprojekte: Erweiterungsbau Schulhaus Jagdmatt inklusive Abbruch des Singsaal-Gebäudes, Abbruch des Kindergarten-Pavillons, Neugestaltung der Umgebung und allfällige Altlastensanierung sowie Sanierung der bestehenden Schulhäuser Jagdmatt (inklusive Sportgebäude), Wytheid und Stegmatt. Über den Planungs- und Baukredit für die Erneuerung der Schulanlagen werden die Erstfelder voraussichtlich 2019 im Rahmen einer geheimen Abstimmung befinden können. Es wird mit Bau- und Planungskosten von rund 15 Millionen Franken gerechnet.

SVP will Kirchmattschulhaus weiterhin nutzen

Robi Indergand, der Präsident der SVP-Ortspartei, sprach sich gegen den Kredit aus. Es seien bereits genügend Planungsgrundlagen vorhanden. Auch störe sich die SVP daran, dass gemäss den Resultaten der vorgenommenen Gesamtschau im Kirchmattschulhaus künftig kein Schulbetrieb mehr geplant sei und der Gemeinderat deshalb prüfe, das alte Schulgebäude zu gegebener Zeit zu veräussern. Die SVP verlange, auch das Kirchmattschulhaus weiterhin für den Schulbetrieb zu nutzen.

Nach dem klaren Ja zum Planungskredit können die Arbeiten nun anlaufen. Mit der Projektbearbeitung wurden Gemeinderätin Rebekka Wyler (Co-Präsidium) und Schulrat Roger Inderkum (Co-Präsidium) sowie Martin Huber (CVP), Sandro Epp (FDP), Ruth Feubli (SP) und Philipp Estermann (SVP) als Vertreter der Ortsparteien beauftragt. Ihnen stehen Agnes Dittli Epp (Schulleitung) und Theo Bissig-Walker (Gemeindeverwalter) beratend zur Seite.

15 Millionen stehen im Raum

Unbestritten waren hingegen zwei Gemeindebeiträge. Auf einer gemeindeeigenen Parzelle beim ehemaligen Friedhoffeld E in Erstfeld können 19 Parkplätze für Gottesdienst- und Friedhofbesucher entstehen. Die gesamten Erstellungskosten belaufen sich auf 134’000 Franken. Die katholische Kirchgemeinde übernimmt die Hälfte davon. An der Versammlung vom Mittwoch wurde der verbleibende Beitrag der Einwohnergemeinde in der Höhe von 67’000 Franken einstimmig genehmigt. 50 zu 1 Stimmen sagten die Erstfelder Ja zum Gemeindebeitrag von 80'000 Franken an die Renovation der katholischen Pfarrkirche. Die Gesamtkosten für dieses demnächst abgeschlossene Vorhaben belaufen sich auf rund 4,2 Millionen Franken.

Gemeinde weist Ertragsüberschuss aus

Gutgeheissen wurden auch alle traktandierten Rechnungsabschlüsse. Bei einem Ertrag von 12,412 Millionen konnte die Einwohnergemeinde einen operativen Gewinn von 949’000 Franken ausweisen. Im Vergleich zum Budget schloss die Rechnung um 925’000 Franken besser ab. Aufgrund des guten Abschlusses wurden zusätzliche Abschreibungen von 893’000 Franken vorgenommen. Netto wurden in Erstfeld 627’500 Franken investiert. Das waren 1,8 Millionen weniger als budgetiert. Dies wurde mit den später anfallenden Kosten für die neue Sport- und Freizeitanlage Pfaffenmatt begründet. Ende Dezember 2017 konnte Erstfeld ein Nettovermögen von 3,556 Millionen Franken respektive von 932 (Vorjahr: 827) Franken pro Kopf ausweisen.

Die Gemeindewerke Erstfeld erwirtschafteten 2017 einen Unternehmensgewinn von insgesamt 478’000 Franken. Die Verantwortlichen des Betagten- und Pflegeheims Spannort konnten für 2017 bei einem Ertrag von 6,348 Millionen Franken einen Gewinn von 12’000 Franken ausweisen. Die Einnahmen aus den Pensions-, Betreuungs- und Pflegetaxen beliefen sich auf 5,991 Millionen Franken. Ende 2017 verfügte das Heim über Rückstellungen von 5.926 Millionen und ein Eigenkapital von rund 901’000 Franken.

Acht Personen eingebürgert

Auf Antrag des Gemeinderats wurden schliesslich die Einbürgerungsgesuche von Frank Grossmann (deutscher Staatsangehöriger) sowie von Dogan Koçaslan und dessen Kindern Heja, Mirhat und Miraz sowie von Naci, Enver und Ali Koçaslan (alle türkische Staatsangehörige) gutgeheissen. (red)

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