Erstfelder Schnitzelbankgruppen haben spitze Federn

Am Samstag, 22. Februar 2020, belebten die Hirschä und die Rätschtantä mit ihren Schnitzelbänken die Beizen-Fasnacht im Dorf.

Paul Gwerder
Merken
Drucken
Teilen

Am Samstagabend zogen die Rätschtantä, welche aus lauter Frauen des Damenturnvereins bestehen, von Beiz zu Beiz. Sie unterhielten das Publikum mit ihren gesungenen Sprüchen über das Geschehen im Dorf und im Kanton Uri. Nachfolgend ein paar Kostproben:

Raubtier: «Äs gfährlichs Raibtiär im Hallwilersee

Alli Städter i Angscht und Schreckä chasch gse

Wo blibt da ihri Glassäheit

Miär hend am Wolf hiä ai nid Freid»

Skiarena: «D’Schiarena, tuät mim Halbtax lockä

Ufem Gütsch blibsch nid lang hockä

Am niwä Restaurant gids nid z’motzä

Nur der strängi Fischduft isch zum Chotzä»

Heidi Z’graggen: «Heidi for President, chämmer hiir wider singä

Ai wenns nid ganz gnai tuät stimmä

Jetzt isch sie z’Bern, wo sie hed wellä immer

Wenn ai biz imänä anderä Zimmer»

Auch die Jungen haben die Fasnacht im Blut

Ein besonderer Leckerbissen war der Auftritt der Erschtfälder Hirschä. Die Gruppe ist vor sechs Jahren gegründet worden und besteht aus lauter jungen Burschen, welche die Fasnacht im Blut haben. Mit ihren Geweihen und Fellen kamen sie in den prallvollen Restaurants recht zum Schwitzen und brachten die Leute mit ihren «spitzen» Versen zum Lachen.

Bauaufseher: «Dr Büüwüfseher het ä schwärä Stand,

das hend z’Erstfäld scho es paar erkannt.

Am Bänä dr Vorgsetzt wet niämer sii,

drum reicht är vor Atritt scho d’Chindigung ii.»

Bundesratswahlen: «Greta und Grüne Welle Trend,

drum si ai ä Bundesrat wend.

Bundesratswahlä wärdet zum Desaschter,

d’Frai Rytz holets

mimnä Griänabfuähr- Laschter.»