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Feuern im Freien: Amt für Umweltschutz Uri zeigt Alternativen auf

Das Amt weist auf die Schädlichkeit von Feuern im Freien hin. Diese sind bis auf bestimmte Ausnahmen seit rund zehn Jahren in den Zentralschweizer Kantonen verboten.
Der starke Rauch, der bei offenen Feuern im Freien entsteht, belastet die Luft erheblich. (Bild: PD)

Der starke Rauch, der bei offenen Feuern im Freien entsteht, belastet die Luft erheblich. (Bild: PD)

(pd/ml) Die Zahl der Feuer im Freien nimmt wieder zu. Das Verbrennen von Wald- und Gartenabfällen setzt jedoch Schadstoffe frei, die schlecht für Mensch und Umwelt sind, heisst es in einer Medienmitteilung des Amtes für Umweltschutz des Kantons Uri. Dabei gäbe es andere Entsorgungsmöglichkeiten, die die Umwelt weniger belasten und sogar ökologisch wertvoll sind.

Aus diesem Grund haben die Zentralschweizer Kantone vor rund zehn Jahren zum Schutz der Luft und der Umwelt das Verbrennen von Grüngut und Holzabfällen im Freien grundsätzlich verboten.

Wieder deutlicher Anstieg beobachtet

Die Massnahme hat sich ursprünglich bewährt und wurde gut eingehalten. Einfache Schätzungen gehen davon aus, dass seither in der ganzen Zentralschweiz bis zu 90 Prozent weniger Feuer im Freien angezündet werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Das spiegelt sich auch bei der Luftqualität wieder, die sich in den letzten Jahren weiter verbessert hat. In den vergangenen zwei Jahren wurde allerdings entgegen dem bisherigen Trend erstmals wieder ein deutlicher Anstieg von Feuern im Freien beobachtet.

Jeden Herbst und Winter fallen bei Wald-, Feld- und Gartenarbeiten Holzabfälle an, die entsorgt werden müssen. In den meisten Fällen können die Asthaufen liegen gelassen werden. Sie bieten zahlreichen Kleinlebewesen Nahrung und Unterschlupf. Zudem entsteht durch das Verrotten wertvoller Humus. Wenn das Liegenlassen von Holzabfällen nicht möglich ist, kann das Material abtransportiert und als Brennholz verwendet oder kompostiert werden.

Rauch belastet Luft, Mensch und Tiere

Werden diese Abfälle aber im Freien verbrannt, so entwickelt sich Rauch. Dieser Rauch enthält Gase und Schadstoffe, die die Luft belasten und für Mensch und Tier ungesund sind. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzt das Amt für Umweltschutz in erster Linie auf Sensibilisierung und Beratung. Ausnahmen vom Feuerungsverbot bilden Grill- und Brauchtumsfeuer. Das Verbrennen im Freien ist auch möglich, wenn dies aufgrund von Pflanzenschädlingsbefall erforderlich ist oder wenn ein Liegenlassen oder ein Abtransport nicht möglich ist. Dazu braucht es eine Ausnahmebewilligung. Ein Gesuch kann beim Amt für Umweltschutz eingereicht werden. Künftig will das Amt für Umweltschutz vermehrt gemeinsam mit dem Gesuchsteller vor Ort nach guten Lösungen suchen. Den Gesuchstellern werden Alternativen zum Verbrennen aufgezeigt, die sie mit wenig zusätzlichem Aufwand umsetzen können. Zudem wurde das Formular für Ausnahmebewilligungen vereinfacht.

Wird eine Bewilligung zum Verbrennen erteilt, werden die Polizei, Feuerwehr und Standortgemeinde vorinformiert. Trotz erteilter Bewilligung darf das Feuer zu keinen übermässigen Immissionen im umliegenden Gebiet führen. Laut der Mitteilung kommt es gelegentlich vor, dass Feuer ohne Bewilligung entfacht werden, was einen kostspieligen Einsatz von Feuerwehr und Polizei sowie rechtliche Schritte nach sich ziehen kann.

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