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In Uri gibt es viel Geld fürs Energiesparen

2018 sind über das Förderprogramm Energie Uri Beiträge von 2,3 Millionen Franken gesprochen worden. Anders gesagt: Mitfinanziert wurden Projekte im Umfang einer Gesamtsanierung aller Wohnbauten der Gemeinde Bauen.
Der Kanton Uri unterstützt mit einem Förderprogramm Haussanierungen, die das Energiesparen zum Ziel haben. (Symbolbild: PD)

Der Kanton Uri unterstützt mit einem Förderprogramm Haussanierungen, die das Energiesparen zum Ziel haben. (Symbolbild: PD)

(pd/bar) Seit dem Jahr 2000 betreibt der Kanton Uri ein Förderprogramm im Gebäudebereich. Es bietet Anreize für energetisch sinnvolle Sanierungen. Neben gut isolierten Bauten, dem Einsatz von erneuerbaren Energien für Heizzwecke sowie der Sonnenenergienutzung werden auch Beratungsinstrumente wie der Gebäudeenergieausweis (Geak plus) oder Massnahmen zur Betriebsoptimierung unterstützt.

Im Jahr 2018 wurden über das Förderprogramm Energie Uri Beiträge von 2,3 Millionen Franken gesprochen. Veranschaulicht man sich diese Zahl, würden damit Projekte im Umfang einer Gesamtsanierung aller Wohnbauten der Gemeinde Bauen mitfinanziert: Alle Fassaden und Dachflächen wären erneuert und gemäss Neubaustandard isoliert, alle Heizungen ersetzt und auf jedem Dach würde eine Fotovoltaikanlage elektrische Energie erzeugen. Der deutliche Anstieg der Beiträge gegenüber dem Vorjahr zeigt auf, dass Sanierungsbedarf besteht und dass es sich lohnt, auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu setzen.

Bonus für die Gesamtsanierung

Eine Gesamtsanierung der Gebäudehülle in einem Schritt (oder gut geplant in Etappen) hat fünf wichtige Vorteile:

Die einzelnen Bauteile (Fenster, Fassade, Dach) können gut aufeinander abgestimmt werden, wodurch das Risiko für Bauschäden minimiert wird.Keine kalten Oberflächen im Winter führen zu höherem Wohnkomfort. Bei Dachsanierungen ergibt sich oft eine Verbesserung des Wohnkomforts im Sommer respektive weniger Überhitzung der Räume im Dachgeschoss.In einem Schritt werden Massnahmen günstiger als in Etappen.Bei einem späteren Heizungsersatz kann diese kleiner dimensioniert werden.

Neu im Förderprogramm Energie Uri 2019 ist der Bonus für die Gebäudehülleneffizienz. Wer sein Haus rundum gut isoliert hat, kann zusätzlich zu den Beiträgen für die Wärmedämmung einen Bonus geltend machen. Der landesweit anerkannte Gebäudeenergieausweis der Kantone zeigt dabei vorgängig auf, wo investiert werden muss, um dieses Ziel zu erreichen.

Bei Einfamilienhaus rund 5000 Franken

Erreicht man nach der Sanierung eine im Minimum verlangte Effizienz der Gebäudehülle, so kann man vom Bonus profitieren. Dieser Bonus bezieht sich auf die beheizte Fläche und beträgt bei einem Einfamilienhaus rund 5000 Franken. Der Geak plus wird von einem zertifizierten Geak-Experten erstellt und vom Förderprogramm Energie Uri obendrein mit einem ansehnlichen Beitrag unterstützt. Ebenfalls neu in diesem Jahr ist der Teil «Qualität» im Förderbereich Energieberatungen. Unter diesem Bereich werden unter anderem die beiden neuen Qualitätssysteme von Minergie finanziell unterstützt. Mit dem Minergie-Qualitätssystem-Bau (MQS-Bau) erhält man die Garantie, dass ein nach Minergie geplantes Gebäude auch fachgerecht erstellt wird: Auf der Baustelle wird kontrolliert, ob die für Minergie massgebenden Kriterien umgesetzt werden.

Das zweite Instrument heisst Minergie Qualitätssystem-Betrieb (MQS-Betrieb). Dass ein energetisch gut gebautes Gebäude auch effizient betrieben wird, ist keine Selbstverständlichkeit. Oft wird in der Realität deutlich mehr Energie verbraucht, als in der Planung versprochen. Mit MQS-Betrieb beurteilt eine Fachperson den effektiven Verbrauch eines Gebäudes (Heizung, Lüftung et cetera) und zeigt die Unterschiede zwischen geplantem und effektivem Energieverbrauch auf. Es werden Massnahmen zur Behebung der Ursachen aufgezeigt. Mit deren Umsetzung kann in vielen Fällen auch eine Steigerung des Wohnkomforts erreicht werden.

Gesuche unbedingt vor Baubeginn einreichen

Die Informationen zum Förderprogramm Energie Uri sind unter www.ur.ch/energie aufgeschaltet. Bei Fragen werden Interessierte von Martin Imholz oder Stefan Gisler vom Amt für Energie (Telefon 041 875 26 88) direkt und unkompliziert beraten. Zudem hilft der Urner Energieberaterverein weiter, der auch eine Liste der Geak-Experten führt. Es wird empfohlen, die Sanierung mit einer Fachperson zu planen. Das Fördergesuch kann unter portal.dasgebaeudeprogramm.ch/ur eingereicht werden. Ein Gesuch ist ausgedruckt und unterschrieben dem Amt für Energie zuzustellen. Die erforderlichen Beilagen können elektronisch oder auf Papier eingereicht werden. Zu beachten ist auch, dass Fördergesuche vor Baubeginn eingereicht werden müssen.

Nach Erhalt der Förderzusage bleiben der Bauherrschaft drei Jahre Zeit, um die geplanten Massnahmen umzusetzen und der Bearbeitungsstelle anschliessend den Abschluss der Arbeiten zu melden.

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