«Es stinkt»: Anwohner haben Nase voll

Ein Kraftwerk produziert seit zwei Jahren Strom aus Speiseabfällen und Grüngut. Das stinkt gewaltig. Die geplagten Anwohner rufen nun zum Widerstand auf.

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Werner Jauch, Chef der Green Power Uri AG. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Werner Jauch, Chef der Green Power Uri AG. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

«Ich halte das nicht mehr aus», sagt Franz Imhof. Der Rentner wohnt in Altdorf unweit vom Biomassekraftwerk entfernt. In der Anlage, die im März vor zwei Jahren ihren Betrieb aufnahm, wird durch das Vergären von Speiseabfällen und Grüngut Strom hergestellt. «Es stinkt einfach bestialisch», sagt Imhof.

Er ruft mit seinen Nachbarn zum Widerstand auf. Die Betroffenen notieren sich, wann und wie stark es jeweils stinkt. «Wir wollen damit aufzeigen, dass die Belastungsgrenze erreicht ist», sagt Imhof. Bleibt das Problem bestehen, fordert er die Stilllegung des Werks.

Werner Jauch, Geschäftsführer des Kraftwerkbetreibers Green Power Uri AG, kennt die Problematik. «Bis vor kurzem hatten wir grosse Schwierigkeiten mit der Geruchsentwicklung in den heissen Sommermonaten», bedauert er. Sie hätten aber im vergangenen Winter für ein neues Lüftungssystem 400’000 Franken investiert. Das System sollte die Geruchsemissionen verringern. Es wird nun geprüft, wo man am Lüftungssystem nachbessern muss.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.