Es wird keine Promenade am Urnersee geben

Im Kanton schien der Traum einer grösseren Uferpromenade und Pärken an See in greifbarer Nähe zu liegen. Das Vorhaben erweist sich nun aber als viel zu teuer.

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Hier hat es eine Uferpromenade: Touristen studieren am See in Brunnen die Panoramakarte. (Bild Susanne Balli/Neue SZ)

Hier hat es eine Uferpromenade: Touristen studieren am See in Brunnen die Panoramakarte. (Bild Susanne Balli/Neue SZ)

Der Landrat hatte der Regierung – ausgehend vom Erfolg der Inseln im Reussdelta – den Auftrag gegeben, Uferaufschüttungen genauer abklären zu lassen, wie das «DRS Regionaljournal» meldet.

Vor allem Flüelen und Sissikon hätten von den Quaianlagen profitieren sollen. Geplant war, das dazu benötigte Erdmaterial aus dem Aushub des Baus der Axen-Tunnels zu nehmen.

Vielerorts zu steile Ufer
Eine Machbarkeitsstudie kommt nun zum Schluss, dass es im Kanton Uri wohl nie Flaniermeilen wie etwa in Brunnen oder Luzern geben wird. Viele Uferflächen seien zu steil, um eine stabile Aufschüttung zu garantieren und es würde mehr Material als vorhanden benötigt.

Höchstens in Flüelen im Bereich des Dampfschiffstegs wäre eine Quaianlage möglich. Die Aufschüttung des rund 140 Meter lange und 40 Meter breite Terrains würde jedoch satte 13 Millionen Franken kosten, wie es weiter heisst. Zudem besteht das Risiko einer Senkung, was auch Auswirkungen auf das nahe SBB-Trassee hätte.

Die Regierung beantragt deshalb dem Landrat, dass man die Projektierung stoppt. Der Axen-Tunnel-Aushub könne wie gehabt im Reuss-Delta gelagert werden, empfiehlt die Machbarkeitsstudie.

scd