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Urner Esoterik-Pionierin geht in den Ruhestand

Vreni Nowak schliesst nach 28 Jahren ihren Edelstein- und Essenzenladen in Altdorf. Im Interview erzählt sie, wie es dazu kommt und warum in ihren Augen der Esoterik-Boom keineswegs vorbei ist.
Interview: Ruedi Bomatter
Im Hinblick auf den Ruhestand freut sich Vreni Nowak besonders auf mehr Freizeit. (Bild: Ruedi Bomatter)

Im Hinblick auf den Ruhestand freut sich Vreni Nowak besonders auf mehr Freizeit. (Bild: Ruedi Bomatter)

Pyrit, der Edelstein- und Essenzenladen an der Schmiedgasse 7 in Altdorf, schliesst per Ende Oktober seine Türen. Vreni Nowak, langjährige Besitzerin und Geschäftsführerin, geht in den Ruhestand. Im Interview erzählt die Urner Esoterikerin, warum es an der Zeit ist.

Vreni Nowak, 1991 haben Sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und in Altdorf einen Edelstein- und Essenzenladen eröffnet. Jetzt soll bald Schluss sein?

«Ja, der Entscheid ist definitiv. Ende Oktober werde ich das Geschäft schliessen. Bis dahin allerdings gibt es noch einen Totalausverkauf mit grosszügigen Rabatten auf alle Produkte.»

Haben Sie denn genug von Esoterik?

«Nein, die heilenden Kräfte der Natur und des Universums werden mich weiterhin beschäftigen. Aber ich habe das Geschäft jetzt 28 Jahre lang geführt und werde Ende Jahr 69 Jahre alt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Aufhören.»

Das Geschäft mit einer neuen Geschäftsführerin weiterlaufen zu lassen, ist das kein Thema?

«Das Geschäft hat weitgehend von meiner Präsenz, meinen langjährigen Erfahrungen und meinen persönlichen Beziehungen zu den Kunden gelebt. Das kann man nicht einfach so übertragen.»

Welches war denn Ihr schönstes Erlebnis während der letzten 28 Jahren als Geschäftsfrau?

«Ich hatte viele sehr schöne Erlebnisse, die ich nicht missen möchte. In meiner Tätigkeit als Beraterin habe ich sehr vielen Menschen helfen und sie unterstützen können. Das Feedback der Kunden ist eigentlich immer positiv gewesen. Die Kunden haben immer gesagt, ich sei ein wandelndes Lexikon und hätte für fast alle Probleme eine passende Lösung bereit.»

Sie sind in Altdorf in Esoterik-Fragen zu einer eigentlichen Institution geworden. Werden Sie diese Funktion nicht vermissen?

«Sicher werde ich das vermissen. Aufgrund meiner gesundheitlichen Verfassung wäre es kein Problem, das Geschäft weiter zu führen, aber irgendwann muss man kürzertreten.»

Ist denn der Esoterik-Boom vorbei?

«Nein, das glaube ich nicht. Ich war im Bereich der Esoterik eine Pionierin im Kanton Uri und wurde anfänglich auch belächelt. Es hat sich aber gezeigt, dass das kein Humbug oder Unsinn ist. Es ist aber ein emotionales Geschäft und ich konnte mit meinen Beratungen vielen Kunden einen Weg aufzeigen.»

Was sagen denn ihre Kunden zu diesem Entscheid?

«Ein Grossteil der Kundschaft habe ich persönlich informiert. Zudem hat es sich im Dorf herumgesprochen, dass sich ein Ende abzeichnet. Viele meiner Kunden wollten mich zum Weitermachen motivieren. Aber ich will mit 80 Jahren nicht mehr im Geschäft stehen. Es ist mir aber ein persönliches Bedürfnis, all meinen Kunden für die Treue zu danken. Auch meiner langjährigen Angestellten Käthi Bissig möchte ich herzlich danken. Sie hat mich in den letzten 20 Jahren tatkräftig unterstützt und in dieser Zeit Hunderte von Ketten aufgezogen.»

Auf was freuen Sie sich besonders im kurz bevorstehenden Ruhestand?

«Ich freue mich einerseits auf mehr Freizeit und dass ich über meine Termine künftig frei verfügen kann.»

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