Europas höchster Windpark ausgebaut

Das Elektrizitätswerk Ursern hat auf dem Gütsch ob Andermatt eine weitere Windturbine in Betrieb genommen. Der höchstgelegene Windpark Europas besteht nun aus insgesamt vier Anlagen. Sie decken 1,5 Prozent des Urner Stromverbrauchs.

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Die Windkraftanlage auf dem Gütsch ob Andermatt. (Bild: PD)

Die Windkraftanlage auf dem Gütsch ob Andermatt. (Bild: PD)

Eine Kanone in der Gotthardfestung hatte den Bau einer vierten Windkraftanlage auf dem Gütsch bislang verhindert. Durch die Ausserbetriebnahme der militärischen Anlagen auf dem Gütsch wurde der Weg frei für die ursprünglich bereits für die Ausbauetappe 2010 vorgesehene vierte Anlage.

Im September wurde nun die Windturbine des Typs Enercon E44 errichtet, wie das Elektrizitätswerk Ursern (EWU) am Montag mitteilte. Nach mehrwöchigem Testbetrieb ist sie kürzlich vom Hersteller an das EWU übergeben worden und hat den regulären Betrieb aufgenommen. Der Typ ist für starke Böen ausgelegt, wie sie am Standort auf 2300 m. ü. M. häufig vorkommen – mit Windspitzen von mehr als 200 km/h.

Die Dimensionen entsprechen den beiden 2010 montierten Anlagen: 55 Meter Nabenhöhe, 44 Meter Rotordurchmesser und 900 Kilowatt Leistung. Alle vier vom EWU betriebenen Anlagen werden mit 3,3 Megawatt Gesamtleistung jährlich rund 4,5 Gigawattstunden grünen Strom produzieren. Das entspricht dem Durchschnittskonsum von fast 1300 Haushalten. Zum Vergleich: Im Urserntal gibt es gut 700 Haushalte. Der Windpark kann 1,5 Prozent des gesamten Urner Stromverbrauchs abdecken.

Mit dem jüngsten, gut 1,4 Millionen Franken teuren Zubau stammt knapp ein Fünftel des vom EWU produzierten Stroms aus Windenergie.

pd/zim