EWA steigert Gewinn auf 5,4 Millionen

Beinahe wurde ein Umsatz von 100 Millionen Franken erreicht. Zum 125-Jahr-Jubiläum 2020 gibt sich die Firma ein neues Erscheinungsbild.

Florian Arnold
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Werner Jauch, Vorsitzernder der EWA-Geschäftsleitung, freut sich auf das neue Erscheinungsbild, das im Hintergrund zu erkennen ist.

Werner Jauch, Vorsitzernder der EWA-Geschäftsleitung, freut sich auf das neue Erscheinungsbild, das im Hintergrund zu erkennen ist.

Bild.PD

Die EWA-Gruppe erreichte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 99,8 Millionen Franken, das ist eine Steigerung von 7 Prozent. Das Geschäftsjahr war geprägt von Investitionen in Höhe von fast 33 Mio. Franken, führte Werner Jauch, Vorsitzender der Geschäftsleitung gegenüber den Medien aus. Damit wurden rund 130 Prozent mehr investiert als im Vorjahr, wovon der mit Abstand grösste Teil in Uri bleibe, so Jauch. Die gesamte Wertschöpfung der EWA-Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2018/19 auf 43,4 Mio. CHF (+2.1 Prozent). Der Jahresgewinn der EWA AG beträgt 5,4 Millionen Franken (+10.2 Prozent). «Wir freuen uns über das gute Ergebnis», so Jauch.

«Wichtig ist für uns, dass wir als nachhaltiges Unternehmen wirtschaften», sagt Jauch weiter. Dazu gehöre eine Ausbaustrategie im Bereich der erneuerbaren Energien. Aktuell ist beim EWA das Kraftwerk Schächen in Fertigstellung (Maschine 3 in Betrieb), das Kraftwerk Erstfeldertal ist in Bau und das Kraftwerk Palanggenbach in Planung. Das EWA und seine Partner bauen insgesamt 116 Gigawattstunden (GWh) Produktion mit Wasserkraftwerken zu. Damit können über 25’000 Haushalte mit nachhaltigem Strom versorgt werden.

Grosse Flotte an E-Fahrzeugen

Die Kraftwerke würden auch das Klima schützen: Im Vergleich zur Versorgung mit Kohlestrom beträgt die CO2-Einsparung der EWA-Kraftwerke inklusive Partnerwerke fast 400’000 Tonnen jährlich. CO2-Vermeidung ist beim EWA auch im Bereich Mobilität ein Thema. Die Flotte von E-Fahrzeugen wächst weiter: 7 Elektrofahrzeuge sind beim EWA bereits im täglichen Einsatz, weitere seien geplant.

«Zur Nachhaltigkeit gehört aber auch, dass wir mit 69 Lernenden der grösste Urner Ausbildungsbetrieb sind», erklärt Werner Jauch. Mit ihnen zusammen beschäftigt das EWA insgesamt 333 Mitarbeiter. «Wir haben in den letzten 10 Jahren 80 neue Arbeitsstellen geschaffen», freut sich Jauch.

Das EWA eröffnet zum Jubiläum ein neues Kraftwerk

2020 feiert das Traditionsunternehmen sein 125-Jahr-Jubiläum. «Unsere Geschichte begann 1895 mit dem Bau des Kraftwerks Bürglen», führt Werner Jauch aus. «In unserem Jubiläumsjahr werden wir das KW Schächen eröffnen. Es nutzt die unterste Kaskade des Schächens. Damit schliesst sich nach 125 Jahren der Kreis.» Zum Jubiläum sind verschiedene Anlässe geplant, so auch ein Fest für die Urner Bevölkerung am 20. September 2020.

Und noch ein Geschenk gibt es zum Jubiläm: Das gibt sich eine neue Unternehmensmarke «EWA – Energie Uri», zudem wurde die als Unternehmensfarbe neu Blau gewählt. Mit dem Rebranding wolle man die Vision, die Mission und das Geschäftsmodell des Unternehmens besser reflektieren, so Werner Jauch. Zudem wurde der Claim «Innovation und Qualität seit 125 Jahren» entwickelt. Denn für Werner Jauch ist klar: «Wir wollen Uri mit erneuerbarer Energie am Laufen halten. Das ist unsere Motivation und unser Versprechen. Unsere Mitarbeitenden arbeiten an 365 Tagen, bei Schnee, Wind und Regen dafür, dieses Versprechen zu halten.»

Neue, erfolgreiche Geschäftsfelder

«Unsere Geschichte und unsere Herkunft prägen uns, engen uns aber nicht ein», sagt Jauch. «Im Gegenteil: Mit innovativen Ideen, viel Kompetenz und voller Tatendrang sind wir bereit für neue Herausforderungen.» So baut das EWA seine Dienstleistungen bei integrierten Gesamtenergielösungen aus. Die Stichwörter lauten Smart-Energy, Smart-Home, Smart-Metering und Smart-Heat. Innerhalb der neuen Überbauung Winterberg in Altdorf realisiert das EWA ein weiteres Smart-Energy-Grossprojekt. Mit den Smart-Metern und der Smart-Metering-Systemplattform Uri digitalisiert das EWA seine Netzinfrastruktur. Die Technologie sei für alle Kunden interessant und erschwinglich, ist Jauch überzeugt. Neu setzt das EWA auf Contracting-Lösungen für Photovoltaik, Wärmepumpen und auch E-Mobilität. «Das heisst, wir investieren, bauen und betreiben die Infrastruktur. Damit offerieren wir den Kundinnen und Kunden Rundum-Sorglos-Pakete für die smarte und nachhaltige Energiewelt, ohne dass sie selber investieren müssen.»

EWA ist am Neubau des Kantonsspitals beteiligt

EWA ist auch an zahlreichen zukunftsweisenden Projekten in Uri beteiligt: Vom Neubau des Urner Kantonsspitals oder Siscampus der Sisag über das Mehrfamilienhaus Cubo am Bahnhof Altdorf, vom neuen Hotel Klausenpass zum Restaurant Gütsch. Dabei geht es von der Elektroplanung und dem -engineering bis zur Installation für smarte Elektrogebäudetechnik.