EWA: Strompreiserhöhung fällt 5% geringer aus

Das Elektrizitätswerk Altdorf wird durch die Preissenkungen bei der schweizerischen Netzgesellschaft Swissgrid entlastet. Es gibt diese Einsparungen vollständig an seine Kunden weiter.

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Jörg Wild, Vorsitzender der EWA-Geschäftsleitung. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Jörg Wild, Vorsitzender der EWA-Geschäftsleitung. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Im letzten Sommer hat die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA) angekündigt, dass die Strompreise um rund 20 Prozent erhöht werden müssen. Notwendig sei die Erhöhung wegen massiv gestiegener Kosten für den Stromzukauf (plus 15 Prozent) und höherer Kosten der schweizerischen Netzgesellschaft Swissgrid (plus 5 Prozent) geworden, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die beantragte Preisanpassung wurde von Regierungsrat und Landrat nach eingehender Prüfung Anfang September 2008 genehmigt.

Der Bundesrat hat im letzten Dezember kurzfristig eine Revision der Stromversorgungsverordnung verabschiedet, um die schweizweiten Strompreiserhöhungen abzudämpfen. Aufgrund dieser Kosteneinsparungen kann das EWA auf die für das Netz angekündigte Preisanpassung von 5 Prozent verzichten. Das EWA gibt die Einsparungen direkt als Preissenkung bei der Netznutzung an seine Kunden weiter.

Somit beträgt die Preiserhöhung des EWA noch rund 15 Prozent. Für eine Familie in einer 4-Zimmer-Wohnung mit Elektroboiler macht der Aufschlag beispielsweise rund 11 Franken pro Monat aus. Für einen kleinen Gewerbebetrieb muss mit rund 58 Franken Mehrkosten pro Monat gerechnet werden, wie es weiter heisst.

Für die grösseren Kunden, bei denen der Zähler monatlich oder vierteljährlich abgelesen wird, setzt das EWA die günstigeren Preise rückwirkend ab 1. Januar 2009 und für Privat- und Gewerbekunden rückwirkend bereits ab dem 1. Oktober 2008 in Kraft.

scd