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EWA-Verwaltungsrat: «Wasserzinsen brauchen Kompromisslösung»

Die EWA-Gruppe hat ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr hinter sich. Nun soll die eingeschlagene Strategie mit der Stärkung der Wasserkraft als zentrale Stossrichtung konsequent weitergeführt werden.
Urs Hanhart

An der 124. Generalversammlung der Elektrizitätswerk Altdorf (EWA) AG, die gestern im Beisein von 316 Aktionären, die fast 99 Prozent des Aktienkapitals vertraten, gab es zu Beginn eine Filmvorführung. Gezeigt wurden der Ausbau und die Erneuerung des Kraftwerks Gurtnellen. Das EWA hat zusammen mit Partnern 25,5 Millionen Franken in dieses sehr anspruchsvolle Projekt investiert. Seit es wieder am Netz ist, hat dieses Kraftwerk seine Jahresproduktion um mehr als 20 Prozent gesteigert.

Der neue EWA-Verwaltungsratspräsident Urs Meyer im Theater Uri. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 23.1.2019)

Der neue EWA-Verwaltungsratspräsident Urs Meyer im Theater Uri. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 23.1.2019)

Die GV wurde erstmals vom neuen Verwaltungsratspräsidenten Urs Meyer geleitet. Er befasste sich in seinem einleitenden Referat mit der Energiestrategie des Kantons Uri und fand viele lobende Worte. Unter anderem betonte er: «Die Urner wissen, wie man eine Energiestrategie umsetzt. Als wesentliches Element ist es gelungen, alle Interessengruppen einzubinden, darunter auch die Umweltschutzverbände.» Uri sei in Bezug auf die Entwicklung erneuerbaren Energien sehr gut aufgestellt.

Das EWA habe einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet. Darauf dürfe man stolz sein. Meyer wies darauf hin, dass die Wasserkraft die einzige erneuerbare Energie sei, die ein Nutzungsentgelt in Form von Wasserzinsen bezahlen müsse. Sie sei damit benachteiligt gegenüber anderen erneuerbaren Energien. Der Verwaltungsratspräsident forderte deshalb:

«In der Schweiz ist man jetzt gefordert, eine neue Regelung für die Wasserzinsen zu finden. Es gilt eine Lösung in Form eines Kompromisses zu finden, mit dem sowohl die Wasserkraft-Kantone als die Kraftwerk-Betreiber und Investoren gut leben können.»

Auf die richtige Strategie gesetzt

Werner Jauch, Vorsitzender der EWA-Geschäftsleitung, orientierte die Versammelten sehr ausführlich über das Geschäftsjahr 2017/18. Dabei durfte er sehr erfreuliche Zahlen präsentieren. Die Gesamtleistung der EWA-Gruppe konnte um 4,4 Prozent auf 98,6 Millionen Franken gesteigert werden. Beim Stromabsatz legte Uris führender Energiedienstleister um 21,2 Prozent auf 565 Millionen Kilowattstunden zu, und die Stromproduktion stieg um 16,7 Prozent auf 273 Millionen Kilowattstunden.

«Die Basis unseres Erfolgs ist die tolle Arbeit unserer 324 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter», sagte Jauch. Er sei aber auch das Resultat davon, dass man in Bezug auf die Strategie die Weichen richtig gestellt habe. Die Kraftwerke, die in den letzten Jahren gebaut worden seien und jene, die noch dazu kämen, bildeten das Rückgrat der erfolgreichen Geschäftstätigkeit. Als zentrale Stossrichtungen der Strategie führte Jauch die weitere Stärkung der Wasserkraft, den Ausbau von Gesamtenergielösungen, die Vertiefung von Kooperationen, die Erschliessung neuer Geschäftsfelder sowie die Weiterentwicklung der unternehmerischen Voraussetzungen an.

Dividende bleibt unverändert

Sämtliche Anträge des Verwaltungsrats wurden gestern von den Aktionären gutgeheissen, so auch die Verwendung des Bilanzgewinns von rund 5 Millionen Franken. Es wird unverändert eine Dividende von 8 Franken je Aktie ausgeschüttet (insgesamt 1,6 Millionen Franken). 60 000 Franken wandern in die gesetzliche Reserve und 3,2 Millionen Franken in die freiwillige Reserve. Die restlichen rund 134000 Franken werden auf die neue Rechnung vorgetragen. Jahresbericht und Jahresrechnung 2017/18 wurden einstimmig abgesegnet und dem Verwaltungsrat Entlastung erteilt.

Der Verwaltungsrat ist nach dem plötzlichen Tod von Peter von Rotz kurz nach der GV 2018 auf acht Mitglieder zusammengeschrumpft. Ein neues Mitglied wurde noch nicht gewählt, weil gemäss Meyer derzeit kein Handlungsbedarf bestehe. Nächste Gesamterneuerungswahlen gibt es Ende Januar 2020 im Rahmen der Jubiläums-GV (125 Jahre).

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