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Ex-Paar streitet wegen Leasing vor dem Landgericht Uri

Wer muss für die Reparatur- und Servicekosten sowie für die Leasinggebühren eines Autos aufkommen? Mit dieser Frage muss sich Landgerichtspräsidentin Agnes Planzer Stüssi beschäftigen. Eine junge Frau fordert von ihrem Ex-Freund 5356 Franken ein.
Carmen Epp

Die gelernte Coiffeuse hatte noch während der Beziehung einen Leasingvertrag unterzeichnet für ein Auto, das hauptsächlich ihr Partner nutzte. Als die Beziehung in die Brüche ging und ein Übertrag des Leasingvertrags höhere Gebühren zur Folge gehabt hätte, unterzeichnete das Paar einen eigenen Vertrag. Der besagt, dass sie ihm das Auto zur Verfügung stellt, er ihr im Gegenzug dafür aber sämtliche Kosten im Bezug auf das Auto bezahlt.

Ex-Freund soll für Mängel am Auto aufkommen

Ein halbes Jahr später habe sie vom Garagisten erfahren, dass ihr Ex-Freund das Fahrzeug vor dessen Autohaus abgestellt habe. «Als ich das Auto sah, traf mich fast der Schlag», sagte die Klägerin an der Verhandlung vom Montag, 29. Oktober. «Als hätte es eine Kuh im Maul gehabt», beschrieb sie den Zustand des Fahrzeugs.

Ausserdem habe ihr Ex verschiedene Autoservices nicht durchführen lassen, weshalb das Auto Mängel aufgewiesen habe. Die Service- und Reparaturkosten in der Höhe von 3822 Franken soll nun deshalb ihr Ex-Freund bezahlen. Genau so wie die Leasinggebühren der darauffolgenden sechs Monate. Der Grund: Als Sozialhilfebezügerin durfte die Klägerin gar kein Auto fahren. «Das Fahrzeug war für mich also nicht nutzbar.»

Aus dem Leasing aussteigen kam nicht in Frage. Ihr Ex-Freund habe zu viele Kilometer gemacht, sodass sie nur mit hohen Kosten aus dem Leasing zurücktreten könne, führte die Klägerin weiter aus. Die junge Frau erschien ohne Anwalt vor Gericht, vertrat sich selber. Für sie steht fest: «Ich hafte doch nicht für etwas, das ich nicht verursacht habe.»

Rückforderung des Autos macht Vertrag hinfällig

Der Ex-Freund wiederum hielt fest, dass der Service und die Reparaturen am Auto gar nicht notwendig gewesen wären. «Offenbar wollte die Klägerin das Auto auf Kosten meines Mandanten wieder auf Vordermann bringen», sagte der Anwalt des Beklagten.

Die Ex-Freundin selber habe seinen Mandanten darum gebeten, das Auto zurückzugeben. Von da an sei der gemeinsame Vertrag hinfällig geworden. Zumal die Klägerin ihren Teil der Vereinbarung – das Zurverfügungstellen des Autos – nicht erfüllt habe. «Dass ich die Leasinggebühren für das Auto zahlen muss, obwohl ich es da gar nicht mehr genutzt habe, verstehe ich nicht», sagte der Beklagte.

Landgerichtspräsidentin Agnes Planzer Stüssi wird nun den Garagisten zum damaligen Zustand des Autos schriftlich befragen und anschliessend das Urteil im Dispositiv den Parteien zustellen.

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