EYSCHACHEN: Kanton Uri soll 650'000 Franken an Gewerbeausstellung zahlen

Die Regierung will sich an der «Uri 18» gebührend in Szene setzen – wie genau, soll ein Ideenwettbewerb zeigen. Eine Defizitgarantie für die Gewerbeausstellung überlässt die Regierung aber der Kantonalbank.

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Das Gebiet Eyschachen in Altdorf. (Bild: Roger Grütter (Altdorf, 25. Mai 2017))

Das Gebiet Eyschachen in Altdorf. (Bild: Roger Grütter (Altdorf, 25. Mai 2017))

Florian Arnold

florian.arnold@urnerzeitung.ch

Der Kanton Uri soll sich an den Kosten für die Gewerbeausstellung «Uri 18» mit insgesamt 650000 Franken beteiligen. Dies beantragt die Regierung dem Landrat. Die Summe setzt sich zusammen aus einem Grundbeitrag von 500000 Franken sowie den Aufwendungen für den Kantonsauftritt von 150000 Franken.

Eine Defizitgarantie, wie dies von der Organisatorin Wirtschaft Uri beantragt wurde, will die Regierung allerdings nicht gewähren. Hingegen übernimmt die Urner Kantonalbank eine solche bis 100000 Franken.

Organisation wird extern vergeben

Verglichen mit der letzten Urner Gewerbeausstellung, die 2006 mit einem Kantonsbeitrag von 200000 Franken durchgeführt wurde, zahlt der Kanton diesmal einen wesentlich höheren Beitrag. Allerdings sei 2006 unentgeltliche Arbeit seitens der Kantonsverwaltung geleistet worden, hält die Regierung fest. Diesmal habe das OK der «Uri 18» beschlossen, die operativen Organisationsaufgaben extern zu vergeben – was entsprechende Kosten mit sich bringt. «Um den Charakter der Ausstellung als Erlebnismesse noch zu stärken, wurden im Vergleich zur ‹Uri 06› höhere Beiträge für Events, Kommunikation und Werbung eingestellt», führt die Regierung aus. Zudem sei die Kostensituation vor 12 Jahren unterschätzt worden, sodass am Schluss ein Defizit verzeichnet werden musste. Das Gesamtbudget der kommenden Ausführung beläuft sich auf knapp 1,9 Millionen Franken. An der «Uri 18» wird mit 20000 Besuchern gerechnet, 5000 weniger als 2006, als die Ausstellung noch fünf Tage lang dauerte. Dieses Mal wird die Gewerbeausstellung nur noch vier Tage geöffnet sein.

«Die Stossrichtung der ‹Uri 18› deckt sich mit mehreren Zielen des Regierungsrats», heisst es im Bericht an den Landrat. Einbezogen werden sollen die Bewohner, Unternehmer, Arbeitnehmer, Studenten, Touristen sowie Gäste von Sport- und Kulturveranstaltungen. Die Ausstellung sei als «Wirtschaftsförderung nach innen» zu verstehen, so die Regierung. Ausserdem erhofft sie sich, dass mit gezielter Kommunikation die «Trümpfe» sowie Vorteile und Chancen des Kantons bekanntgemacht werden können.

Kleinere Messe würde Ziel verfehlen

Zudem entspreche die Ausstellung einem Bedürfnis von Wirtschaft und Bevölkerung, was Rückmeldungen von den früheren Gewerbeausstellungen gezeigt hätten. Die «Uri 18» sei ein Bekenntnis zur lokalen Wirtschaft. Eine Redimensionierung des Projekts würde das Ziel verfehlen und zu einem Leistungsabbau führen, hält die Regierung fest.

Wie sich der Kanton präsentieren wird, steht noch nicht fest und ist nicht Teil der Vorlage, über die der Landrat befindet. Die Ausgestaltung soll mittels eines Ideenwettbewerbs geklärt werden. Vorstellbar ist ein inte­graler Auftritt, aber auch dass sich die einzelnen Verwaltungseinheiten thematisch anderen Organisationen angliedern.