FA-18: Überschallknall erschüttert Gotthard-Gebiet

Erstmals in ihrer jüngeren Geschichte hat die Luftwaffe in der Schweiz einen Helikopter zur Landung zwingen müssen. Laut hallte diese Aktion in den Ohren der Urner Bevölkerung.

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Zwei FA-18-Kampfjets im Einsatz. (Bild pd)

Zwei FA-18-Kampfjets im Einsatz. (Bild pd)

Ein Helikopter wurde von der Luftwaffe am Samstag gegen 9 Uhr in der Gegend von Zernez (GR) erfasst. Da der Helikopterpilot nicht auf die Bemühungen der eingesetzten PC-7 um Kontaktaufnahme reagierte, wurden zwei FA-18-Kampfjets vor Ort beordert. Diese verursachten im Raum Gotthard-Sedrun wegen der niedrigen Überflughöhe einen weitherum hörbaren Überschallknall. Der Helikopter wurde schliesslich im Raum Thusis abgefangen und in Samedan zur Landung gezwungen.

Noch keine Details bekannt
Weitere Einzelheiten zum Helikopterpiloten und seinen Absichten wurden am Sonntag nicht bekannt. Der Fall wird nun dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) gemeldet. «Wir werden den Fall anschauen. Da es sich bei solchen Verletzungen des eingeschränkten Luftraums immer um schwere Fälle handelt, wird die Angelegenheit der Bundesanwaltschaft zur weiteren Beurteilung übergeben», sagte BAZL-Sprecher Anton Kohler am Sonntag auf Anfrage.

ap