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FALL WALKER: Ausserordentlicher Staatsanwalt eingesetzt

Im Zusammenhang mit dem Justizfall um den Erstfelder Barbetreiber Ignaz Walker ist ein ausserordentlicher Staatsanwalt eingesetzt worden. Der Urner Oberstaatsanwalt Thomas Imholz bestätigte am Dienstag auf Anfrage einen Programmhinweis der «Rundschau» von Fernsehen SRF.

Der ausserordentliche Staatsanwalt sei vom Regierungsrat auf Antrag der Staatsanwaltschaft eingesetzt worden. Es handle sich um ein Verfahren im Zusammenhang mit dem Fall um den Erstfelder Barbetreiber, sagte Imholz. Weitere Angaben zu dem Verfahren machte er nicht.

Die Urner Justizdirektorin Heidi Z'graggen äusserte sich auf Anfrage wegen der Gewaltentrennung nicht zum Verfahren. Sie sagte, der Regierungsrat habe am 9. Juni den Luzerner Staatsanwalt André Graf zum ausserordentlichen Staatsanwalt gewählt.

Gemäss der Ankündigung der «Rundschau» zu ihrer Sendung von Mittwoch geht es um falsche Anschuldigung und Irreführung der Justiz. Der Mordversuchsfall hatte sich im Kanton Uri zur Justizaffäre entwickelt, in die sich auch das Parlament einschaltete.

Der Barbetreiber Ignaz Walker soll im Januar 2010 ausserhalb seines Lokals auf einen Gast geschossen haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, er habe die Ermordung seiner damaligen Ehefrau in Auftrag gegeben. Diese wurde im November 2010 durch drei Schüsse lebensgefährlich verletzt.

Das Obergericht sprach den Barbetreiber in zweiter Instanz schuldig. Walker sollte für 15 Jahre ins Gefängnis. Das Bundesgericht hob das Urteil aber auf, dies wegen einer zweifelhaften DNS-Spur und wegen eines Hauptbelastungszeugen, der nicht zur Verhandlung vorgeladen worden war. Beide Punkte betreffen die Schussabgabe auf den Gast.

Die Staatspolitische Kommission des Urner Landrates war zum Schluss gekommen, dass es bei den Ermittlungen bei der Polizei zu gravierenden Versäumnissen gekommen sei. Der leitende Spurenermittler sei befangen gewesen. Die Kommission kritisierte auch die Regierung, die zu passiv auf die Kritik reagiert habe.

Ignaz Walker befindet sich seit über vier Jahren in Sicherheitshaft. 2015 hatte er sich zwar kurz auf freiem Fuss befunden, doch hatte das Bundesgericht im Mai die erneute Inhaftierung angeordnet.

Im Gegensatz zum Barbetreiber ist der Auftragsschütze rechtskräftig verurteilt. Dieser änderte jedoch im Gefängnis seine Aussagen und sagte in der «Rundschau», der Barbetreiber sei unschuldig und Opfer eines Komplotts. Die versuchte Ermordung der Frau sei von ihr selbst und ihrem Freund inszeniert worden, um den Barbetreiber in Haft zu bringen. Die Inszenierung sei aber teilweise fehlgeschlagen.

sda/zim

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