FALL WALKER: Hanspeter Uster soll Urner Problem lösen

Nach dem Landrat will auch die Regierung Klarheit im Fall des Spurenermittlers Polizist M.

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Hanspeter Uster untersucht im Auftrag der Urner Regierung. (Bild: Archiv PD)

Hanspeter Uster untersucht im Auftrag der Urner Regierung. (Bild: Archiv PD)

Gemäss Medienberichten sollen mehrere Urner Polizisten bei den Ermittlungen im Fall Walker gegen die Ausstandsgesetzgebung verstossen haben. Ins Kreuzfeuer der Kritik geriet einerseits der in der Spurensicherung tätige Polizist M., der befangen gewesen sein soll. Anderseits gerieten auch Kripochef Ruedi Huber und Kommandant Reto Habermacher unter Beschuss. Ihnen wurde vorgeworfen, sie hätten von der Ausstandsproblematik von Polizist M. gewusst, die Aufsichtsbehörde aber nicht informiert. Die Staatspolitische Kommission (Stako) des Urner Landrats hat die Vorwürfe der Medien untersucht, nicht zuletzt auch, weil die Regierung eine entsprechende Administrativuntersuchung als «nicht notwendig» bezeichnet hatte. Die Stako wird ihre Ergebnisse demnächst präsentieren.

Ereignisse analysieren

Nun ist auch die Urner Regierung aktiv geworden. Sie hat beschlossen, die Ereignisse vom Januar 2010 und die Ausstandsfrage im Fall M. durch den ehemaligen Zuger Regierungsrat Hanspeter Uster beurteilen zu lassen. Frau Landammann Heidi Z’graggen bestätigte gestern entsprechende Recherchen unserer Zeitung. Die neutrale externe Begutachtung habe einerseits eine Analyse der Ereignisse zum Ziel. «Dabei müssen die zu befragenden Personen selbstverständlich von der zuständigen Behörde vom Amtsgeheimnis entbunden werden», betont Z’graggen. Weiter gehe es darum, die Handhabung des Ausstands zu analysieren. «Der Experte soll uns aber auch Massnahmen aufzeigen, die zur Einhaltung von Ausstandsfragen in Zukunft angezeigt sind», umschreibt Z’graggen den Auftrag.