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FALL WALKER: Sasa Sindelic ist wieder in Freiheit

Der verurteilte Mittäter wegen versuchten Mordes im Fall Walker ist bedingt auf freiem Fuss – und ist sogleich ausgeschafft worden.
Sasa Sindelic während eines Interviews im Fernsehen SF. (Bild: Foto ab Bildschirm)

Sasa Sindelic während eines Interviews im Fernsehen SF. (Bild: Foto ab Bildschirm)

Im Oktober 2012 wurde Sasa Sindelic vom Urner Landgericht wegen versuchten Mordes in Mittäterschaft zu 8,5 Jahren Haft verurteilt. Dies, weil er im November 2010 im Auftrag von Ignaz Walker auf dessen damalige Ehefrau geschossen haben soll. Sindelic verzichtete auf eine Berufung, womit das Urteil rechtskräftig wurde.

Nach seiner Inhaftierung im Dezember 2010 hätte Sindelic noch bis im Sommer 2019 seine Strafe absitzen müssen. Gemäss Strafgesetzgebung muss jedoch nach zwei Dritteln einer Haftstrafe von Amtes wegen geprüft werden, ob ein Gefangener bedingt entlassen werden kann. Dies, «wenn es sein Verhalten im Strafvollzug rechtfertigt und nicht anzunehmen ist, er werde weitere Verbrechen oder Vergehen begehen», wie es im Gesetz heisst.

Sindelic hat diese Voraussetzungen offenbar erfüllt. Wie das zuständige Amt für Justiz auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt, wurde Sindelic nach zwei Dritteln der Haft bedingt entlassen. Geschehen ist dies am 11. Juli. Seither ist Sindelic nach sechseinhalb Jahren Haft ein freier Mann.

Ausgeschafft und mit Einreisesperre belegt

Er sei direkt nach Kroatien ausgeschafft worden und halte sich inzwischen in Italien auf, sagt der heute 28-Jährige auf Anfrage unserer Zeitung. In die Schweiz zurückkehren könne er nicht mehr; man habe eine Einreisesperre gegen ihn verhängt. Wie lange diese dauert, konnte das zuständige Amt für Justiz und Migration des Kantons Nidwalden, wo Sindelic seinen Wohnsitz hatte, unter Berufung auf das nicht öffentliche Verwaltungsverfahren, nicht sagen.

Gemäss Strafgesetzbuch wird einem bedingt Entlassenen eine für den Rest der Strafe dauernde Probezeit auferlegt. So auch im Fall von Sindelic, wie das Amt für Justiz bestätigt. Der Serbe muss sich also noch bis im Sommer 2019 bewähren. In der Schweiz wohnhaften Straftätern wird für die Dauer der Probezeit immer Bewährungshilfe angeordnet. Dies sei für im Ausland wohnhafte Straftäter nicht möglich, wie das Amt für Justiz festhält. Trotzdem steht fest: Begeht Sindelic während seiner Probezeit ein Verbrechen oder ein Vergehen, ordnet das zuständige Gericht gemäss Strafgesetzbuch die Rückversetzung ins Gefängnis an. (eca)

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