SBB
Das sind die wichtigsten Fahrplanänderungen in der Zentralschweiz

Die SBB legen ihren Fahrplanentwurf 2023 vor. Die Zentralschweiz ist von einigen Verbesserungen am Gotthard betroffen – es gibt aber auch punktuellen Leistungsabbau in unserer Region.

Martin Messmer Jetzt kommentieren
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Ein Giruno beim Gotthard-Basistunnel.

Ein Giruno beim Gotthard-Basistunnel.

Bild: Gaetan Bally/Keystone

Die SBB bauen ihr Angebot ab Dezember 2022 «kundenorientiert» aus. Das heisst: Da sich vor allem der Freizeitverkehr erfreulich entwickelt, wollen die SBB insbesondere das Angebot in diesem Bereich erweitern und flexibler gestalten. Auch das Angebot an internationalen Verbindungen wird leicht ausgebaut. Die Nachfrage im Pendlerverkehr hingegen liege noch unter dem Vor-Coronaniveau. Deshalb plane die SBB, auf einzelne Züge zu verzichten, die schlecht ausgelastet sind oder für die gute Alternativen zur Verfügung stehen.

Das sind die wichtigsten Neuerungen im Fernverkehr, welche die Zentralschweiz betreffen

  • Dank zweier zusätzlicher Direktverbindungen mit dem IC2 gelangen Reisende von Montag bis Freitag früher umsteigefrei vom Tessin nach Zürich (Abfahrt in Chiasso um 6.04 Uhr sowie 7.04 Uhr). Es gibt Halte in Arth-Goldau und Zug.
  • Von Arth-Goldau nach Zürich verkehrt von Montag bis Freitag eine zusätzliche Frühverbindung (Abfahrt in Arth-Goldau um 6.45 Uhr).
  • Studierende aus dem Tessin profitieren laut SBB vorerst während des Frühlingssemesters am Sonntagabend von einer neuen Direktverbindung ab Bellinzona via Luzern nach Lausanne.
  • Freizeitreisende und Tessiner Wochenendpendlerinnen profitieren insbesondere im Sommerhalbjahr von zusätzlichen Verbindungen mit dem IC2 am Freitagnachmittag von Zürich ins Tessin und am Sonntagnachmittag vom Tessin nach Zürich.
  • Neu halten in Altdorf die IC21 statt wie bisher die IC2. Damit entfällt zwar die IC2-Direktverbindung nach Zürich, dafür erhält Altdorf neue Direktverbindungen nach Luzern und Basel. Zudem halten neu zwei EC-Züge in Altdorf von und nach Mailand.
  • Es entfallen aufgrund der tieferen Nachfrage im Pendlerverkehr einzelne Zusatzzüge während der Hauptverkehrszeit von Montag bis Freitag zwischen Luzern und Zürich (Abfahrt in Luzern um 6.20 Uhr sowie Abfahrt in Zürich um 16.39 Uhr).
  • Zwischen Zürich und Arth-Goldau wird nachfragebedingt auf einzelne Verbindungen in der Nebenverkehrszeit verzichtet.
  • Der IC2-Frühzug von Bellinzona nach Zürich am Sonntagmorgen verkehrt aufgrund der tiefen Nachfrage nicht mehr.

Das sind die wichtigsten Neuerungen im Fernverkehr

  • Dank eines zusätzlichen Nachtzugs nach Prag, welcher über Deutschland fährt, können neu auch Leipzig und Dresden mit dem Nachtzug erreicht werden.
  • Das Platzangebot in den Nachtzügen nach Hamburg, Berlin, Wien und Graz wird sukzessive ausgebaut.
  • Zwischen Zürich und Stuttgart verkehrt eine zusätzliche Direktverbindung, ab Oktober 2023 kommen drei weitere dazu. Ebenfalls ab Ende Oktober 2023 werden auf allen Direktverbindungen zwischen Zürich und Stuttgart modernisierte Doppelstock-Fahrzeuge eingesetzt.
  • Am Wochenende verkehren zusätzliche ICE bis Chur statt nur bis Zürich.

Fahrplanentwurf ab 25. Mai 2022 im Internet

Am 25. Mai 2022 startet das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Vernehmlassung des Fahrplanentwurfs 2023 auf www.fahrplanentwurf.ch. Allfällige Fahrplanbegehren und Unstimmigkeiten in den Fahrplanentwürfen können bis 12. Juni 2022 gemeldet werden.

Stellungnahmen sind mit dem vorbereiteten Online-Formular direkt an die für den öffentlichen Verkehr zuständigen Stellen der Kantone zu richten. Diese werden die Eingaben prüfen und wenn möglich berücksichtigen oder als Planungsgrundlage für die kommenden Fahrplanjahre vormerken.

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