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FASNACHT: Feuer und Flamme für den Böögg

Die Amsteger haben mit dem Verbrennen des Bööggen das Ende der Fasnacht gefeiert. Dieses Jahr war der Brauch dem Tourismus gewidmet.
Der Amsteger Böögg hat so stark gebrannt, dass nach 15 Minuten nichts von ihm übrig geblieben ist. (Bild: Urs Hanhart)

Der Amsteger Böögg hat so stark gebrannt, dass nach 15 Minuten nichts von ihm übrig geblieben ist. (Bild: Urs Hanhart)

Anian heierli

Die Szene wirkt gespenstisch: Lichterloh brennt der Amsteger Böögg, während rundherum in dunkler Nacht 30 Katzenmusiker stehen, die mit ernster Miene auf ihre Trommeln schlagen. Keine 15 Minuten später ist der Spuk vorbei. Die Amsteger haben ihren Böögg verbrannt. Gestern war es ein nachgebauter Informationsstand von Tourismus Uri.

Austrommeln in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Austrommeln in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Austrommeln in Altdorf. 17. Februar 2015. Bild Urs Hanhart. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Austrommeln in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Austrommeln in Altdorf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Böögg-Verbrennen in Amsteg. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
Böögg-Verbrennen in Amsteg. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)
7 Bilder

Jetzt ist ausgetrommelt

Passend zum Motto

«Symbolisch beenden wir mit dem Verbrennen des Bööggen die Fasnacht», sagt Patrick König, Präsident der Katzenmusikgesellschaft Amsteg. Jedes Jahr basteln sich die Amsteger Fasnächtler einen Böögg passend zum jeweiligen Motto (siehe Kasten rechts). Wie alt der Brauch ist, scheint keiner genau zu wissen. Auch in den Statuten der Katzenmusikgesellschaft, die seit 1964 besteht und die anfänglich für den Böögg zuständig war, findet sich nichts Konkretes dazu. Vermutet wird der Ursprung in den Siebzigerjahren. Mitglieder der Katzenmusikgesellschaft feiern den Brauch gemeinsam mit der örtlichen Guggenmusik Bäusy-Räller. Mit dem Informationsstand, der gestern in Flammen aufging, wurde dem Amsteger Fasnachtsmotto Tourismus entsprochen. «Das soll aber nicht bedeuten, dass wir etwas gegen Touristen haben», betont König.

Dreissig Arbeitsstunden investierte er gemeinsam mit seinen Freunden Phillipp Zurfluh und Thomas Herb in die Herstellung des Bööggen. Zuerst schweissten die Bastler ein Grundgerüst aus Armierungseisen. Darüber befestigten sie ein Metallgitternetz, das mit Holzwolle gestopft wurde. Zum Schluss verkleisterten sie das Gerüst mit Zeitungen und malten es an. Gut vier Meter hoch wurde das Werk. Böller werden beim Amsteger Böögg in der Regel keine verwendet. Dafür zünden die Amsteger ein paar Raketen.

Rund 50 Schaulustige

Die Stimmung war gestern Abend heiter bis ausgelassen. Rund 50 Schaulustige verfolgten das Spektakel in Amsteg. «Die sind aber vermutlich nicht wegen des Bööggen hier», scherzte König. «Sondern wegen des Gratis-Risottos.» Dem widerspricht Corinne Zurfluh, die das Geschehen als Zuschauerin verfolgte. «Als Amsteger muss man den Böögg sehen. Es ist jedes Jahr wieder schön.» Der Risotto sei aber wirklich fein.

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