FASNACHT: Flüeler Schwerstarbeit

«Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt», hiess das Motto in Flüelen. In der Tat hatten die Fasnächtler alle Hände voll zu tun.

Paul Gwerder
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Die Chochers schleppten nicht nur Heuballen, sondern spielten auch lüpfige Musik. (Bild Paul Gwerder)

Die Chochers schleppten nicht nur Heuballen, sondern spielten auch lüpfige Musik. (Bild Paul Gwerder)

Halb Flüelen traf sich am gestrigen Fasnachtssonntag im Rudenzpark. Dort herrschte ein buntes Maskentreiben. Auf der Showbühne zeigten zahlreiche Gruppen diverse Attraktionen, und die Guggenmusiker schränzten, was das Zeug hielt. Den Auftakt machten die Dorfschränzer, gefolgt vom Matrosenchörli. Unter den Spielern der Guggenmusik Üterlos waren zudem einige prominente Flüeler Gesichter zu entdecken, die das Musizieren immer noch bestens beherrschen.

Heuballen sausen

Die Chochers legten sich beim Wildheuen ins Zeug, denn um die Heuballen zur Drahtseilbahn zu schleppen, musste etliche Male kräftig in die Hände gespuckt werden. Danach sausten die Heuballen über die Köpfe der Zuschauer «ins Tal» hinunter.

Überhaupt zeigten sich die Chochers mit ihren Familienmitgliedern sehr abwechslungsreich. Nach dem Betruf spielten sie lüpfige Ländlermusik, zu deren Klängen auch mal das Tanzbein geschwungen wurde. Dazu kamen urchige Jodellieder oder Oldies wie «Uf em Stoos ob Schwyz». Bei diesen Ohrwürmern versuchten sich einige Besucher als stimmungsvolle Sänger.

Über die verschiedenen Sketche konnten die Leute lachen, sofern sie die urchigen Dialekte verstanden. Die Show wurde nur einige Male unterbrochen, als sich die Flüeler Katzenmusik einen Weg durch den Park suchte.

Alle Hände voll zu tun hatten die Risottoköche des Fidelitas-Küchenteams, die durch den Andrang der hungrigen Gäste arg ins Schwitzen gerieten. Wer es lieber etwas wärmer hatte, war im Fidelitas-Zelt bei Musik vom Echo vom Gitschä bestens aufgehoben. Am Abend wurde die Ländlerkapelle abgelöst von den Steibach-­Buam. Auch in den Beizen war etwas los. So dauerte das närrische Treiben in Flüelen noch bis tief in die Nacht hinein.