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FASNACHT: Schattdorf wird international

23 Gruppen präsentierten am Samstag einen Fasnachtsumzug mit internationalen Themen. Und das frühlingshafte Wetter sorgte gar für einen rekordverdächtigen Publikumsaufmarsch.
Carmen Epp
Die Guggenmusik Smürfer–Spätzinder machte dem Schattdorfer Publikum nicht nur musikalisch Eindruck, sondern auch mit einem riesigen, Konfetti speienden Drachen. (Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 25. Februar 2017))

Die Guggenmusik Smürfer–Spätzinder machte dem Schattdorfer Publikum nicht nur musikalisch Eindruck, sondern auch mit einem riesigen, Konfetti speienden Drachen. (Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 25. Februar 2017))

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

Kaum ein Thema – so schien es – wurde am grossen Schattdorfer Wagenumzug ausgelassen. Der Turnverein Schattdorf liess Wölfe, Bären und Schafe durch die Strassen jagen und lancierte gar eine eigene Petition: Die Urner Regierungsräte, die Bären und Wölfe in Uri wiederansiedeln möchten, sollen sofort aufs Rütli, die Bären und Wölfe in die USA verbannt werden.

Damit war die Überleitung zum nächsten Thema geschaffen, dem sich die Nachtschwärmer Schattdorf widmeten: Donald J. Trump. Der amerikanische Präsident winkte gemütlich aus dem Weissen Haus auf Rädern, während ringsherum Mexikaner ihre Flaggen verteilten und Mauern aus Kartonschachteln stürmten. Passend dazu folgten gleich darauf die grossen und kleinen Fasnächtler von Muki/Vaki/Kitu Schattdorf, die als Mexikaner verkleidet das Publikum entzückten.

Internationale Prominenz und Sportarten

Politisch ging es auch beim Wagen des FC Schattdorf zu und her. Mit dem Thema «Fifa» kam internationale Prominenz nach Schattdorf: Neben namhaften Sportgrössen machte vor allem Sepp Blatter von sich reden, verteilte er dem Publikum doch fleissig Butter – «to meik de wörld ä bötter pleis».

Die zahlreichen Mitglieder der Ringerriege Schattdorf brachten unter dem Motto «Olympische Spiele Rio» diverse Sportarten auf die Umzugsroute. Neben Gewichthebern, Volleyballspielern und Kanufahrern ernteten vor allem die Synchronschwimmer in ihrem mobilen Becken tosenden Applaus aus dem Publikum. Später zeigte der Schwingklub Schattdorf die negativen Seiten des Spitzensports. Unter dem Motto «Russisches Doping» installierten die Schwinger auf ihrem Wagen ein ganzes Dopinglabor und verteilten dem Publikum farbige Getränke aus Beuteln und Reagenzgläsern. Besonders eindrücklich war auch die Nummer der Roverrotte Schattdorf. Sie brachten zum Motto «Atomstrom spaltet die Nation» ein ganzes AKW auf ihren Wagen, untersuchten in weissen Schutzanzügen das verseuchte Publikum und warben gar für den «Feen» als Stromlieferanten.

So wurde das mit von OK-Mitgliedern auf 5500 Zuschauer geschätzte rekordverdächtig aufmarschierte Publikum bei frühlingshaftem Wetter während knapp zwei Stunden mehr als bestens unterhalten.

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