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FASNACHT: Spital verzeichnet mehr Alkoholvergiftungen

Die Urner Polizei hatte es mit ernsten und kuriosen Fällen zu tun. Trotz Alkohol und Vandalismus fällt die Bilanz aber positiv aus.
Anian Heierli / Markus Zwyssig
In der Nacht feierten die Narren feuchtfröhlich. Trotzdem sind der Polizei keine Schlägereien bekannt. (Bild Urs Hanhart)

In der Nacht feierten die Narren feuchtfröhlich. Trotzdem sind der Polizei keine Schlägereien bekannt. (Bild Urs Hanhart)

Die Fasnächtler hielten die Polizei zwar auf Trab. Doch aus Sicht der Kantonspolizei Uri verliefen die närrischen Tage friedlich. «Wir ziehen eine positive Bilanz», betont Gusti Planzer, Stabschef und Polizeisprecher, auf Anfrage. Meldungen wegen Schlägereien seien im Vergleich zum Vorjahr keine eingegangen. Was aber nicht bedeute, dass es tatsächlich keine gegeben habe. «Verglichen mit anderen Kantonen verläuft die Urner Fasnacht zum Glück für alle Beteiligten sehr entspannt.»

Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort

Grössere Zwischenfälle mit ernsten Folgen hat es gemäss Planzer keine gegeben. Auch Meldungen wegen Diebstählen seien nur wenige eingegangen. Zur Sicherheit standen aber zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei vom «Itrummlä» am Mittwochabend bis zum «Üstrummlä» am Dienstagabend im ganzen Kanton im Einsatz. Nebst einigen Meldungen zu Diebstählen und Sachbeschädigungen gingen bei den Gesetzeshütern nur wenig Hilferufe wegen übermässigen Alkoholkonsums ein. «Die Anwesenheit der Kantonspolizei beim nächtlichen Fasnachtstreiben wurde von der Bevölkerung geschätzt», so Planzer überzeugt. Der Einsatz habe sich bewährt.

Alle Hände voll zu tun hatte man im Kantonsspital Uri. Die Mehrarbeit über die Fasnachtstage hatte diverse Gründe. «Die Zahl der Patienten mit Alkoholvergiftung war höher als in anderen Jahren», sagt die Kommunikationsverantwortliche Claudia Zgraggen auf Anfrage. «Für die Mitarbeitenden im Notfall war die Fasnachtszeit deshalb eine sehr intensive.» Verschärfend komme hinzu, dass zur selben Zeit viele Grippefälle zu verzeichnen waren.

Nachbar verdächtigt

Ein unbekannter Mann in einem Mehrfamilienhaus, Jugendliche, die eine WC-Rolle anzünden, ein gestohlenes Portemonnaie, eine defekte Fensterscheibe: Die Polizei hat sich an den Fasnachtstagen mit den verschiedensten Ereignissen beschäftigt. Personennamen und genaue Orts- und Zeitangaben wurden von Gesetzes wegen bei einigen Fällen im Polizeiprotokoll weggelassen.

Freitag, 13. Februar: Eine Person alarmiert die Polizei. Seit geraumer Zeit schleiche ein unbekannter Mann im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses herum. Der Mann würde sich als Bewohner des Hauses ausgeben. Die Person, die die Polizei informiert hatte, kennt den Mann jedoch nicht. Nach kurzer Zeit ist eine Polizeipatrouille vor Ort. Es stellt sich heraus, dass es sich beim unbekannten Mann tatsächlich um einen Bewohner des Hauses handelt. Er hatte seinen verlorenen Wohnungsschlüssel gesucht.

Betrunkener schläft auf Strasse

Am Freitag geht noch eine zweite Meldung bei der Polizei ein. Ein Mann beobachtet, wie bei einem Spielplatz in Altdorf Jugendliche in der öffentlichen Toilette eine WC-Papierrolle anzünden. Erwachsene seien keine vor Ort. Kurze Zeit später trifft die Polizei am Spielplatz ein. Die Jugendlichen sind aber nicht mehr auffindbar.

Samstag, 14. Februar: Eine Person meldet, dass ihr am Vorabend an einem Fasnachtsanlass das Portemonnaie gestohlen worden sei. Die Person gab an, sie werde vorbeikommen und Anzeige erstatten.

Montag, 16. Februar: Eine Person teilt der Polizei mit, dass beim Schloss Rudenz in Flüelen ein fremder Mann auf dem Boden liege und einen unterkühlten Eindruck mache. Eine Polizeipatrouille rückt nach Flüelen aus, stellt die Identität fest und leitet weitere Massnahmen ein.

Ebenfalls am Montag meldete eine Person den Diebstahl seiner Trommel vor dem Restaurant Tellenbräu in Altdorf.

Dienstag, 17. Februar: Unbekannte schlagen mit Schneebällen das Schlafzimmerfenster einer Parterrewohnung ein. Der Sachschaden kann noch nicht beziffert werden. Allenfalls wird eine Anzeige erstattet.

Am Dienstag meldet zudem ein Transportunternehmen den Verlust einer Hinweistafel, die an den Fasnachtstagen bei der Haltestelle Tellendenkmal aufgestellt gewesen war. Kurze Zeit später wird die Hinweistafel auf dem Rathausplatz in Brunnen gefunden.

Anian Heierli / Markus Zwyssig

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