FASNACHTSSONNTAG FLÜELEN: Ritter belagern Rudenz-Burg

Schweineköpfe, fauler Zauber und jede Menge Schwermetall: In Flüelen kreuzten gestern Ritter die Klingen – vor einer stimmigen Kulisse.

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Wilde Ritter an der grossen Tafel: In Flüelen wurde das Rad der Zeit ins Mittelalter zurückgedreht. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Wilde Ritter an der grossen Tafel: In Flüelen wurde das Rad der Zeit ins Mittelalter zurückgedreht. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Alte Steinmauern ziehen sich die Flüeler Dorfstrasse entlang, daneben steht in einem idyllischen Park das historische Schloss Rudenz.

Das Dorfbild hätte gestern Nachmittag kaum besser passen können. Denn Flüelen tauchte ein in eine Zeit, in der noch Schwertkämpfer die Klingen kreuzten und königlicher Adel das Sagen hatte: ins Mittelalter. «Ritter, Einhorn und Troubadoure - Helden und Wunder des Mittelalters» lautete das Motto am Fasnachtssonntag.

Am Galgen
Da standen Männer am Pranger, Schweineköpfe hingen am Galgen, Wahrsagerinnen betrieben mit Knochen faulen Zauber, Ritter in schweren Rüstungen buhlten um die Gunst von schönen Prinzessinnen. Eine schier märchenhafte Welt. So hatte Aschenbrödel ebenso ihren Auftritt wie Rotkäppchen.

Hunderte Leute waren ins Dorf gekommen, um die Darbietungen der Flüeler Vereine zu verfolgen. «Man merkt: Die Flüeler Fasnacht lebt», freute sich Rico Baumann, Präsident des verantwortlichen Fasnachtsvereins Fidelitas. Baumann kennt auch den Grund: «Die Vereine machen immer aktiv mit und unterstützen damit die Fidelitas massgeblich. Dank ihrer Energie ist der Fasnachtssonntag jedes Jahr ein Erfolg.»

Die Zuschauer bekamen aber nicht nur etwas für die Augen, sondern auch was für den Bauch. In grossen Kesseln rührten Ehrenmitglieder der Fidelitas traditionell Gratis-Risotto an. Das Essen schmeckt. Allein im letzten Jahr gingen 800 Portionen weg.

Sven Aregger