FDP Uri greift die Umweltverbände nach Einsprachen gegen den Axentunnel an

Die Partei drängt auf eine baldige Lösung, damit die Axenstrasse wieder sicher ist.

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In den vergangenen Monaten musste die Axenstrasse mehrmals gesperrt werden.

In den vergangenen Monaten musste die Axenstrasse mehrmals gesperrt werden.

Bild: Astra

(ml) Die FDP Uri äussert sich in einer Medienmitteilung zu den Einsprachen von Umweltverbänden gegen die Plangenehmigung für den Axentunnel durch das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek). Dabei greift sie die Umweltverbände an: «Nachdem man im Einspracheverfahren nicht alle Extremforderungen durchsetzen konnte, geht man nun ans Bundesverwaltungsgericht und schliesslich wird man auch noch beim Bundesgericht landen, wenn die Projektverantwortlichen nicht zu allen Forderungen Ja und Amen sagen.»

Die Partei drängt darauf, dass sich der Bau des Tunnels und der Galerie Gumpischtal nicht weiter verzögert. Grund für die drohenden Verzögerungen sind die Diskussionen um die alte Axenstrasse. Diverse Seiten möchten diese so gestalten, dass sie nicht zur Umfahrung des neuen Axentunnels verwendet wird.

Die FDP Uri ist der Ansicht, dass diese Gefahr für den Durchfahrtsverkehr nicht besteht, sondern der Ortsverkehr von und nach Sisikon und dem Riemenstaldertal betroffen ist. «Die Diskussion über die Anzahl und die Gestaltung der Schikanen in der bestehenden Axenstrasse rechtfertigen auf keinen Fall weitere Verzögerungen für den Bau des Tunnels und der Galerie Gumpischtal. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass der Bund beim Bundesverwaltungsgericht den Verzicht auf die aufschiebende Wirkung beantragt und das Gericht dem auch stattgibt.»

Sanierung wird sowieso Jahre in Anspruch nehmen

Gemäss der FDP Uri wird das Problem Gumpischtal als «Geisel» verwendet, da die Beschwerdeführer diesem Bau nur zustimmen wollen, wenn dieser Entscheid nicht als wegweisend für das übrige Projekt betrachtet wird. In der Mitteilung verweist die Partei darauf, dass die heutige Axenstrasse in Sisikon eigentlich gesetzeswidrig wäre. Gemäss Gesetz sollten Ortsdurchfahrten im Nationalstrassennetz vermieden werden.

Im Rahmen der Medienmitteilung schreibt die FDP Uri, dass die Beschwerden die «Problematik der Verbandsbeschwerde mit der ständigen Drohung gegenüber den Bauträgern» aufzeigen. Sie betont, dass in der Problematik Axenstrasse endlich für eine Lösung gesorgt werden müsse. Insbesondere die grosse Anzahl von Urner Pendlerinnen und Pendlern, die Wirtschaft und das Gewerbe benötigten eine Lösung, damit die Axenstrasse wieder sicher passiert werden kann. «Bewusst sein muss uns, dass diese Sanierungen sowieso Jahre in Anspruch nehmen werden, bis am Axen endlich wieder durchgehend sicher gefahren werden kann», heisst es in der Mitteilung weiter.