FDP Uri - bekanntes Mitglied meldet sich per Video-Botschaft

Die FDP Uri gab an ihrer Generalversammlung vorerst noch keine Kandidatur für den Nationalrat ab. Nominiert werden soll am 25. Juni. Max Dätwyler meldete sich für die Versammlung ab - und dies auf ganz moderne Weise.

Florian Arnold
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Noch ist nicht bekannt, ob und mit wem die FDP Uri bei den Nationalratswahlen antreten wird. «Die Geschäftsleitung befindet sich im Schlussprozedere», sagt Parteipräsident Ruedi Cathry an der Generalversammlung vom Donnerstag in Altdorf. Die ausserordentliche Versammlung für die mögliche Nomination ist auf den 25. Juni angesetzt, wenige Tage davor sollen die Medien informiert werden. «Wenn wir einen Kandidaten haben, dann wollen wir voll überzeugt sein», so Cathry. «Es muss ein valabler Kandidat sein, der realistische Chancen hat.»

Barbara Bär hat noch nicht entschieden

In Bezug auf die Gesamterneuerungswahlen vom Frühjahr 2020 liess Cathry verlauten, dass eine Standortbestimmung gemacht wurde. Die drei Sitze im Regierungsrat sollen verteidigt werden. Finanzdirektor Urs Janett und Baudirektor Roger Nager möchten sich erneut der Wahl stellen, Gesundheitsdirektorin Barbara Bär mache sich noch die letzten Überlegungen. Auch im Landrat sollen die 18 Sitze gehalten oder gar ausgebaut werden. Dies zu erreichen sei aber eine schwierige Aufgabe.

Neu in die Geschäftsleitung gewählt wurde Landrat Markus Zurfluh (Attinghausen), bestätigt wurden Kassier Max Simmen und Medienverantwortlicher Sven Infanger. Als neue eidgenössische Delegierte bestimmt wurden Oskar Vollenweider (Flüelen) und Ludwig Loretz (Andermatt).

Max Dätwyler im Video

Gastgeberin der FDP-Generalversammlung war die Dätwyler AG. Der 90-jährige Patron Max Dätwyler entschuldigte sich per Videobotschaft - ein Dokument mit Seltenheitswert. Vorgestellt wurde das Unternehmen von Johannes Müller, CEO Cabling Solution AG. Der Teilbereich des Unternehmens stellt noch immer Kabel her, spezialisiert sich aber immer mehr auf komplexe Lösungen wie Rechenzentren.

Die Dätwyler AG ist nach wie vor das grösste private Unternehmen des Kantons Uri. Rund 900 Mitarbeiter sind es im Kanton, weltweit sind 9000 Personen beschäftigt. Der Umsatz liegt jährlich bei 1,6 Milliarden. Dätwyler ist in 100 Ländern präsent und bedient 750'000 Kunden. Die FDP besucht im Rahmen ihrer «Gewerbereise durch Uri» verschiedene Betriebe. Vergangenes Jahr wurde damit gestartet.