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FDP Uri sagt «Ja, aber…» zur
neuen UKB-Strategie

Die FDP Uri begrüsst es, dass bei der Urner Kantonalbank (UKB) mit der neuen Strategie «rechtzeitig auf die aktuellen gesellschaftlichen Trends und auf die zukünftigen Herausforderungen des Bankwesens eingegangen wird». Sie bemängelt aber die «unsensible Kommunikation gegenüber den betroffenen Behörden».
Bruno Arnold
Die FDP schlägt «kreative Lösungsansätze» wie zum Beispiel eine vorläufige halbtägliche Schalteröffnungen an den neu renovierten Standorten (hier Erstfeld) vor. (Bild: Paul Gwerder, Erstfeld, 28. Dezember 2018)

Die FDP schlägt «kreative Lösungsansätze» wie zum Beispiel eine vorläufige halbtägliche Schalteröffnungen an den neu renovierten Standorten (hier Erstfeld) vor. (Bild: Paul Gwerder, Erstfeld, 28. Dezember 2018)

«Es ist eine zentrale Aufgabe des Bankrats der Urner Kantonalbank, die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens in einem sich dynamisch entwickelnden Geschäftsfeld nachhaltig zu sichern», schreibt die FDP Uri am Montag in einer Medienmitteilung. Die Festlegung der Bankstrategie sei grundsätzlich Aufgabe des Bankrats, und mit der Strategie 2021 nehme der Bankrat seine Verantwortung wahr.

«Die FDP Uri begrüsst es, dass mit der neuen Strategie rechtzeitig auf die aktuellen gesellschaftlichen Trends und auf die zukünftigen Herausforderungen des Bankwesens eingegangen wird», sagt Präsident Ruedi Cathry. Dass sich die Digitalisierung in allen Lebens- und Geschäftsbereichen rasant ausbreite, sei unbestritten. Diesbezüglich habe auch die UKB mit der Zeit zu gehen, sich diesen rasch verändernden Situationen zu stellen und somit ihr zukünftiges Handeln sowie ihr Geschäftsmodell anzupassen. «Dazu gehört leider auch die Prüfung von unpopulären Massnahmen wie Schliessung von Bankfilialen und Abbau von Personalressourcen.»

Kritik an der Kommunikation des Bankrats

Gemäss Eigentümerstrategie hat der Bankrat den Regierungsrat vor wichtigen strategischen Entscheiden zu konsultieren und über Vorkommnisse mit hoher strategischer Relevanz zu informieren. Die FDP Uri bemängelt in der Mitteilung «die unsensible Kommunikation gegenüber den betroffenen Behörden und kritisiert insbesondere, dass es der Bankrat unterlassen hat, den Regierungsrat des Kantons Uri vor dem Entscheid der neuen Distributionsstrategie offiziell zu konsultieren, so wie es gesetzlich vorgegeben ist».

FDP begrüsst Nachholen der Konsultation

Die neue Distributionsstrategie gehöre als Teil der Strategie 2021 ganz klar zu den strategisch wichtigen Entscheidungen. «Mit der Konsultation hätte der Regierungsrat wichtige Hinweise geben können, insbesondere was die politische Akzeptanz, die Kommunikation und die Umsetzung der Strategie betrifft», schreibt die FDP Uri. «Sie begrüsst es nun explizit, dass der Bankrat entschieden hat, diese Konsultation nachzuholen und die Umsetzung der Distributionsstrategie vorläufig auszusetzen.» Man erwarte, dass die UKB nun ihre Distributionsstrategie im Lichte der Konsultation des Urner Regierungsrates sowie der Gespräche mit den Gemeinden überprüfe und gesellschaftsverträgliche Übergangslösungen bei der Umsetzung der Massnahmen vorsehe.

«Passive Haltung» der Regierung kritisiert

Die FDP Uri bemängelt in ihrer Mitteilung aber auch «die passive Haltung der Urner Regierung». Der Bankrat habe den Regierungsrat mehrmals über die Eckwerte der Strategie 2021 informiert. Anlässlich des Jahresgesprächs des Gesamtregierungsrats mit dem Bankrat vom 27. November 2018 sei die Strategie 2021 gar das Hauptthema gewesen. Neben den anstehenden Herausforderungen sei auch über den geplanten Stellenabbau informiert worden. «Daraus hätte der Regierungsrat wahrnehmen können und ableiten müssen, dass damit auch die Schliessung von Filialen und Zweigstellen ein Thema ist», schreibt die Parteileitung.

Auch die Reaktion auf die Kommunikation der Distributionsstrategie sei verhalten und zögerlich ausgefallen. «Die FDP Uri erwartet vom Regierungsrat hier die Wahrnehmung von mehr Führungsverantwortung», betont die FDP Uri. Für die Parteileitung sei klar, dass die UKB der Entwicklung des Kantons nur als gesunde, organisatorisch gut aufgestellte Bank dienen könne. «Es ist deshalb folgerichtig, die Strukturen rechtzeitig der gesellschaftlichen und technischen Entwicklung anzupassen.» Mittel- und langfristig wird es nur einer gesunden Bank gelingen, sichere Arbeitsplätze anzubieten, durch Wachstum neue zu schaffen und über einen adäquaten Gewinn die Ablieferungen an den Kanton sicherzustellen», heisst es in der Mitteilung.

FDP Uri schlägt «kreative Lösungsansätze» vor

Die Umsetzung der Distributionsstrategie habe gesellschaftsverträglich zu erfolgen. «Vielleicht gelingt es mit kreativen Lösungsansätzen, die Gemüter zu beruhigen und den betroffenen Kunden zu zeigen, dass man sie ernst nimmt.» Vorgeschlagen wird zum Beispiel eine vorläufige halbtägliche Schalteröffnung an den neu renovierten Standorten Schattdorf und Erstfeld mit entsprechenden Personalrochaden. «Wichtig scheint hier aber auch zu sein, dass die Herausforderungen auf der unternehmerisch operativen Ebene stattfinden. Trennen wir hier unbedingt die politische von der unternehmerischen Verantwortung», betont die FDP-Geschäftsleitung. «Die UKB hat wohl in ihrem eigenen Interesse, aber auch im Interesse der gesamten Urner Volkswirtschaft die aufgezeigte Strategie schrittweise, kundenbezogen, verständlich und nachvollziehbar umzusetzen.»

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