FDP Uri will die KMU entlasten

Die Partei äussert sich zur Vernehmlassung der Regierung betreffend Steuervorlage 17.

Drucken
Teilen

Die Schweiz muss die kritisierten Steuerprivilegien für kantonale Statusgesellschaften auf den 1. Januar 2020 abschaffen. Mit der Steuervorlage 17 (SV 17) hat das Bundesparlament dieser Kritik Rechnung getragen. Aufgrund der Anpassung auf eidgenössischer Ebene sind die Kantone verpflichtet, ihre Steuererlasse an das geänderte Bundesrecht anzupassen. Die Eidgenössischen Räte haben diesbezüglich die SV 17 verabschiedet. Als Folge sind die Kantone verpflichtet, ihre Steuererlasse an das geänderte Bundesrecht anzupassen.

«Die FDP Uri begrüsst grundsätzlich eine zeitgerechte und möglichst einfache Umsetzung der Vorgaben», schreibt sie in einer Mitteilung. «Wichtig erscheint uns aber bei der Umsetzung, den eingeschlagenen Weg so weit als möglich weiterzuverfolgen.» Attraktive steuerliche Rahmenbedingungen würden die Basis des zukünftigen Wachstums der Wirtschaft im Kanton Uri bilden. Gerade deshalb zeige sich die FDP Uri erfreut über eine Senkung des Gewinnsteuersatzes auf ein attraktives Niveau im interkantonalen Vergleich.

Der Urner Regierungsrat hat sich in der Vernehmlassung an den Bund dafür ausgesprochen, Dividenden aus massgeblichen Beteiligungen neu zu 70 Prozent besteuern zu wollen. «Damit geht der Kanton Uri bedeutend weiter als vom Bund gefordert», hält die FDP Uri fest. Die Urner Liberalen fordern deshalb den Regierungsrat auf, Dividenden und Gewinnanteile nur zu 50 Prozent zu besteuern.

Attraktive Bedingungen von zentraler Bedeutung

«Die Besteuerung von Dividenden mit 70 Prozent führt trotz Senkung der Gewinnsteuern zu einer massiven Mehrbelastung von Urner Unternehmern, die mit mehr als 10 Prozent an einem Unternehmen beteiligt sind», betont die FDP Uri. Gerade auch Urner KMU seien von einer solchen Erhöhung massgeblich betroffen. «Für die FDP ist unverständlich, dass die Aktionäre und Gesellschafter von Urner Unternehmen mit einer derart hohen Dividendenbesteuerung derart bestraft werden sollen.»

Wie der Regierungsrat selbst festgestellt habe, seien attraktive steuerliche Rahmenbedingungen von zentraler Bedeutung für Uri. Gerade wenn der Kanton versuche, vermögende Privatpersonen und Unternehmen anzusiedeln, sei eine derartige Erhöhung der Dividendenbesteuerung nicht zielführend. «Uri muss zu den KMU im Gewerbe Sorge tragen», sagt FDP-Uri-Präsident Ruedi Cathry.

«Deshalb setzt sich die FDP konsequent für eine steuerliche Entlastung von Unternehmern ein.»

Bis anhin seien Dividenden aus massgeblichen Beteiligungen nur zu 40 Prozent als Einkommen angerechnet worden, um die steuerliche Doppelbelastung von Unternehmern zu mindern. Der Grund für den Abzug liege darin, dass der Unternehmensgewinn bereits auf Stufe des Unternehmens besteuert werde. (pd/bar)