FDP Uri will dritten Regierungsratssitz von Barbara Bär verteidigen

Wie aus einer Mitteilung der Partei hervorgeht, wird der Rücktritt von Regierungsrätin Barbara Bär zur Kenntnis genommen. Noch in diesem Jahr sollen mögliche Kandidaten als Nachfolgelösung vorgeschlagen werden.

Philipp Zurfluh
Drucken
Teilen
Barbara Bär (FDP, Altdorf) ist seit 2012 Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektorin. (Bild: Valentin Luthiger)

Barbara Bär (FDP, Altdorf) ist seit 2012 Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektorin. (Bild: Valentin Luthiger)

Vor rund einer Woche gab Regierungsrätin Barbara Bär (FDP) bekannt, dass sie im Frühjahr 2020 nicht mehr zur Wiederwahl antreten wird. Sie möchte sich vermehrt ihrer Familie widmen. «Die FDP Uri nimmt den Entscheid von Regierungsrätin Bär zur Kenntnis und bedankt sich für ihr grosses Engagement im Interesse des Kantons und der Urner Bevölkerung», schreibt die FDP Uri am Mittwoch in einer Mitteilung. Die Partei will ihre drei Sitze im Urner Regierungsrat verteidigen, teilen die Liberalen mit. «Die FDP Uri ist der Ansicht, dass eine liberale und reformorientierte Politik auch weiterhin angemessen und stark im Urner Regierungsrat vertreten sein müssen.»

Die Geschäftsleitung der FDP Uri startet im Herbst 2019 mit dem internen Meldeverfahren. Voraussichtlich vor Weihnachten wird die FDP Uri an einem Nominationsparteitag ihre Kandidierenden nominieren. Zur Wiederwahl vorgeschlagen werden dort auch die bisherigen FDP- Regierungsräte Roger Nager und Urs Janett.

Talschreiber Georg Simmen steht bereit

Ein möglicher Kandidat als Nachfolger für Barbara Bär steht bereits in den Startlöchern: Georg Simmen. Der Realper Landrat hat seine Stelle als Talschreiber per Frühling 2020 gekündigt, um sich einer «neuen Herausforderung im politischen Bereich» zu stellen, wie er im Januar mitteilte. Und: «Ich schliesse eine Kandidatur bei den Regierungsratswahlen 2020 nicht aus.» Wie Simmen gegenüber der Urner Zeitung vor einigen Tagen fest hielt, habe der kommunizierte Rücktritt von Barbara Bär seinen Wunsch verstärkt, in der Urner Regierung mitzuwirken.

Mit vielen strategischen Herausforderungen konfrontiert

«Regierungsrätin Barbara Bär leitete mit der Gesundheit-, Sozial- und Umweltdirektion eine vielseitige Direktion. Sie war während ihrer Amtszeit mit zahlreichen strategischen Herausforderungen konfrontiert wie etwa den Auswirkungen des Klimawandels oder der Alterung der Urner Bevölkerung», schreibt die FDP Uri in ihrer Medienmitteilung.

Dennoch habe sie die Direktion erfolgreich über viele Jahre geführt und konnte zahlreiche Projekte erfolgreich aufgleisen und abschliessen. «Sie kann auf zahlreiche erfolgreiche Abstimmungen zurückblicken», schreibt die Partei. Neben der Änderung des Gesundheitsgesetzes und dem Baukredit zur Erweiterung des Wohnbaus Stiftung Phönix, habe Barbara Bär vor allem massgeblich zum Ja für den Spitalneubau beigetragen.

Aktiv im Bereich Umweltschutz

Neben gewonnenen Abstimmungen arbeitete Barbara Bär am Aufbau des Gesundheitsnetzwerks Uri sowie an zahlreichen Projekten im Umweltschutz. «Namentlich im Aufbau der Kindes- und Erwachsenen-schutzbehörde und der Unterbringung von Asylbewerbern war die Regierungsrätin mit Kritik konfrontiert», heisst es in der Mitteilung. «Die zahlreichen Erfolge in der Umweltpolitik, im Sozialbereich sowie in Gesundheitsfragen zeugen aber vom grossen Engagement der Regierungsrätin für den Kanton Uri und die Urner Bevölkerung.»