Fehlalarm schreckt Bevölkerung auf

Drei Mal hat eine Sirene in der Nacht auf den vergangenen Sonntag die Bevölkerung im Urner Talboden aufgeschreckt und verunsichert. Die Ursache ist laut Medienmitteilung vom Dienstag ein schadhaftes Element in der Sirenenanlage Eyschachen in Altdorf.

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Diese Sirene (am Pfosten links der Türe) riss die Altdorfer aus dem Schlaf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Diese Sirene (am Pfosten links der Türe) riss die Altdorfer aus dem Schlaf. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Um 0.54, um 0.57 und um 1.08 Uhr heulte die Sirene an- und abschwellend jeweils rund eine Minute lang - das Signal für einen «allgemeinen Alarm». Viele Leute schalteten gemäss Anweisungen das Radio ein. Doch das Radio hatte zu diesem Zeitpunkt keine Informationen über den Alarm. Das wiederum führe zu vielen Anfragen bei der Notrufzentrale der Kantonspolizei Uri, die zusammenbrach. Erst um 1.40 Uhr konnte Radio DRS 3 erstmals über den Fehlalarm informieren.

Das Amt für Bevölkerungsschutz, Militär und Sirenenlieferant konnte inzwischen das schadhafte Element der Sirenenanlage ermitteln. Es wurde von der Sirenensteuerung getrennt und kann jetzt keinen weiteren Fehlalarm mehr produzieren. Zurzeit laufen noch vertiefte Abklärungen zur Ursache. Laut Mitteilung ist die Sirene Eyschachen aber nach wie vor in betriebssicherem Zustand. Ein Alarm könne jederzeit über die Sirenenfernsteuerung oder vor Ort ausgelöst werden.

sda