In Bürglen wird das Wyyparadiesli im Gosmer-Markt feierlich eröffnet

Tino Planzer feierte am vergangenen Mittwoch die Eröffnung des Wyyparadiesli im Gosmer-Markt.

Georg Epp
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Tino Planzer vor seinem Paradiesli.

Tino Planzer vor seinem Paradiesli.

Bild: Georg Epp

Vor rund 30 Gästen, Freunden und Umbauhelfern freute sich Tino Planzer, den Umbau vom Gosmer-Markt zum Wyyparadiesli zu präsentieren. Damit hat sich der 60-jährige Weinliebhaber seinen ersehnten Traum selber verwirklicht. Das Wyyparadiesli ist zwar nicht neu, es besteht seit 1996, nach der Übernahme des Gosmer-Marktes von seinen Eltern Eugen und Helen Planzer-Waser im Jahre 1995. Von langer Hand vorbereitet, entschied sich Tino Planzer aufgrund des Strukturwandels nach über 60 Jahren, den Gosmer-Markt in Bürglen und auch die einzige Kleinmolkerei, welche in Uri ganzjährig Molkereiprodukte herstellte, zu schliessen. Nun freut er sich, in grösseren Räumlichkeiten mehr Zeit zu haben, feine Tropfen für sein Sortiment zu entdecken und anzubieten. Das Sortiment des Wyyparadiesli umfasst mittlerweile über 500 Weine, Schaumweine, Whiskys und Grappas aus unterschiedlichen Regionen und Anbaugebieten der ganzen Welt. Wein ist die Passion von Tino Planzer, und mit Vic Nager teilt er die Faszination seit vielen Jahren. In freundschaftlicher Zusammenarbeit und angeregtem Meinungsaustausch über Weine, Winzer und Weingüter entstanden VICs Wein-Perlen, die bei vielen Degustationen und Anlässen, welche das Wyyparadiesli veranstaltet, anzutreffen sind.

Es begann alles 1977

Die Eckdaten des Wyyparadiesli gehen bis ins Jahr 1977 zurück. Damals organisierte Tino Planzer erstmals eine zehntägige Herbst-Weindegustation. Nach Aufenthalt im Waadtland, einem Besuch des Trimerco-Stiftungs-Weinseminars im Jahre 1983 und erfolgreichem Abschluss der Weinfachschule in Wädenswil verkaufte Tino Planzer an den Urner Gewerbeausstellungen «Gwärb 86», «Gwärb 97», «Uri 06» und auch «Uri 18» Wein an ein breites Publikum. Im Jahre 2012, in einem Zwischenjahr der VINURI, organisierte das Wyyparadiesli erstmals eine eigene Weinmesse im Altdorfer Zeughaus. «Eine einfache Preisstruktur und einen niedrigen Verwaltungsaufwand sowie dauerhaft günstige Weinpreise sind das Credo des Wyyparadiesli», dies entnimmt man der Porträt-Zeitschrift, die im neuen Lokal aufgelegt ist. Am kommenden Freitag und Samstag, 14. und 15. August, öffnet das Wyyparadiesli von 17 bis 22 Uhr mit Eröffnungs- und Sonderangeboten offiziell. Die üblichen Öffnungszeiten sind Donnerstag und Freitag, von 9 bis 11.45 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr, am Samstag, von 9 bis 11.45 Uhr.

Der Raritätenkeller, ein kleines Weinmuseum

Der Keller unter dem Wyyparadiesli, der einst für die alljährlichen Herbst-Degustationen genutzt wurde, ist neu zum Raritätenkeller umgestaltet worden. Dort, in kühlem Gemäuer, lagern nun die wahren und exquisiten Weine des Sortiments – beispielsweise der älteste noch trinkbare Armagnac mit Jahrgang 1903. Gestaltet und ausgeschmückt wurde der Raritätenkeller von Marlène Marty-Epp. Sie kombinierte mit viel Charme verschiedenste Weinjahrgänge beispielsweise Chianti, Burgunder und Weine aus der Bündner Herrschaft mit antiken Gegenständen und auch Geschäftsutensilien des alten Gosmer-Marktes. Das Herz des Raritätenlellers ist aber Tinos Schatzkammer mit feinen und wertvollen Weinen aus dem Bordelais einerseits und sehr alten Fotos von Bürglen und Umgebung andererseits. Ein Besuch im Raritätenkeller lohnt sich unbedingt.

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