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FERNSEHEN: Nach Danioth verfilmt Zenoni nun Pollinas Biografie

Felice Zenoni ist unter Druck: In sechs Wochen soll sein neuster Film im TV laufen – dabei sind noch nicht einmal alle Szenen gedreht.
Kameramann und Tonoperateur bei den Dreharbeiten mit Pippo Pollina auf Sizilien. (Bild Felice Zenoni)

Kameramann und Tonoperateur bei den Dreharbeiten mit Pippo Pollina auf Sizilien. (Bild Felice Zenoni)

Elias Bricker

«Anfangs schien alles glatt zu gehen, aber dann kam die Polizei», erinnert sich Pippo Pollina im Programmheft zu seinem aktuellen Konzert. Vor dreissig Jahren kam der Sizilianer nach Luzern. Dort begann sein Abenteuer. Drei Jahre lang tingelte er als Strassenmusiker quer durch Europa – von Bahnhof zu Bahnhof, von U-Bahn-Station zu U-Bahn-Station. Dann wurde der Italiener entdeckt, nahm seine ersten Lieder auf und feierte bald die ersten Erfolge.

«Das hat Nerven gekostet»

Am Samstag, 22. August, begeht Pollina nun mit einem grossen Konzert sein 30-Jahr-Bühnenjubiläum – im Hallenstadion in Zürich. Das Schweizer Fernsehen SRF zeigt wenige Tage später einen 52-minütigen Dokumentarfilm über den Künstler und dessen Biografie. Regie führt dabei der gebürtige Altdorfer Felice Zenoni, der Anfang Jahr mit dem Kinofilm «Danioth der Teufelsmaler» über den Urner Künstler Heinrich Danioth für Schlagzeilen sorgte.

Am Sonntag, 30. August, soll das filmische Porträt über die Bildschirme in die Schweizer Stuben flimmern. Dabei ist der Film noch längst nicht fertig. Felice Zenoni steckt mitten in der Arbeit. «Die Zeit drängt», sagt der Urner. «Der Zeitplan ist ziemlich knapp.» Denn erst im April hatte Zenoni den Zuschlag für die Auftragsarbeit erhalten und sogleich mit der Arbeit losgelegt. Inzwischen seien aber praktisch alle Szenen abgedreht – aber nur fast. Denn an Pollinas Konzert im Hallenstadion, also eine Woche bevor der Streifen im Fernsehen ausgestrahlt wird, will Zenoni die letzten Szenen abdrehen.

Ende Mai reiste Felice Zenoni zusammen mit seinem Filmteam und Pippo Pollina gar nach Sizilien, wo der Musiker aufgewachsen ist. Trotz Sandstränden und Meer kam beim Filmteam kein Ferienfeeling auf. «Der italienische Zoll hat uns mächtig Ärger beschert», erzählt Zenoni. Denn die Kamera blieb am Zoll hängen. Und ohne Kamera konnte das Filmteam nicht arbeiten. «Das hat uns richtig Nerven gekostet», so der Regisseur. Etliche Telefonate waren nötig, bis die Kamera schliesslich in Palermo eintraf. Glücklicherweise kann Zenoni relativ gut Italienisch, da er als junger Mann längere Sprachaufenthalte in Rom und Florenz gemacht hatte.

Regisseur hat viel Respekt

In den vergangenen Jahren hat Felice Zenoni gleich mehrere Filmporträts über verstorbene Personen gedreht – so etwa Dokumentationen über Charlie Chaplin, Komponist Paul Burkhard oder General Henri Guisan. Nun porträtiert Zenoni aber eine noch lebende Persönlichkeit. «Die Recherche ist vielleicht weniger intensiv», sagt der Filmemacher. «Bei noch lebenden Personen wie Pippo Pollina kann man direkt nachfragen und muss weniger über Drittpersonen etwas herausfinden. Sie wissen zudem oft auch, wo es vielleicht noch altes Filmmaterial über sie geben könnte.» Doch die Arbeit sei nicht grundlegend anders. «Ich habe vor Lebenden genauso viel Respekt wie vor Toten.»

Zenoni plant Clay-Regazzoni-Film

Was Zenoni nach dem Porträt über Pollina dreht, ist noch nicht ganz klar. «Ich muss zuerst einmal schauen, was für Aufträge reinkommen», sagt Zenoni. Und ein geplanter Kinofilm über den verstorbenen Tessiner Formel-1-Fahrer Clay Regazzoni (1939–2006) wäre eigentlich spruchreif, und die Drehvorlage ist bereits erarbeitet. Doch die Finanzierung ist noch längst nicht gesichert. «Ob der Film wirklich je realisiert werden kann, steht in den Sternen», sagt Ze­noni. «Um einen Kinofilm zu realisieren, muss ich wie beim Danioth-Film sicher wieder rund drei Jahre investieren.»

Hinweis

Der Film «Pippo Pollina – Lebenslieder» von Felice Zenoni läuft voraussichtlich am Sonntag, 30. August, um 23.05 Uhr auf SRF 1.

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