FESTIVAL: «Auch vor einem kleinen Publikum geben wir 100 Prozent»

Bastian Baker (24) gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Künstlern. Mit uns spricht er über Musik, das Freeriden und seine Beziehung zur Skirennfahrerin Lara Gut.

Interview Markus Zwyssig
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Bastian Baker zog bei seinem Auftritt in der Aula des Bodenschulhauses in Andermatt vor allem viel weibliches Publikum an. (Bild Urs Hanhart)

Bastian Baker zog bei seinem Auftritt in der Aula des Bodenschulhauses in Andermatt vor allem viel weibliches Publikum an. (Bild Urs Hanhart)

Es rockt in Uri: 18 Bands spielten am Freitag und gestern bis spät in die Nacht am Musikfestival Andermatt Live. Die dänische Rockband Go Go Berlin und der Schweizer Singer-Songwriter Bastian Baker (24) waren die beiden bekanntesten Namen. Baker lud unsere Zeitung vor seinem Konzert zum Interview ins Fünfsternehotel The Chedi in sein Zimmer.

Bastian Baker, Sie spielen in grossen Hallen überall auf der Welt. Wie ist es für Sie, im doch eher beschaulichen Andermatt aufzutreten?

Bastian Baker: Ich spiele überall gerne. Wir waren im vergangenen Jahr mit Country-Sängerin Shania Twain in Kanada unterwegs und traten in Stadien vor 15 000 Leuten auf. Nach einer Show zog es uns in eine Bar mit einer Live-Band. Da haben wir spontan mitgespielt. Auch das war ein tolles Erlebnis und ebenso speziell, wie zuvor vor Tausenden von Leuten aufzutreten. Wir machen einfach gerne Musik. Auch vor einem kleinen Publikum geben wir immer 100 Prozent.

Nutzen Sie auch die Gelegenheit, in Andermatt Ski zu fahren?

Baker: Diesmal haben wir leider keine Zeit. Wir reisen morgen früh mit dem Tourbus schon wieder weiter. Ich möchte aber gerne wieder kommen. Ich bin ein begeisterter Freerider. Anfang Jahr hatte ich ein paar Tage frei. Da war ich im Waadtland am Freeriden. Dort habe ich ein Chalet.

Musikfestival AndermattLive.
Bastian Baker bei seinem Auftritt.
18. März 2016.
Bild Urs Hanhart. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))
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Musikfestival AndermattLive.
Bastian Baker bei seinem Auftritt. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))
Musikfestival AndermattLive.
Robert Francis.
18. März 2016.
Bild Urs Hanhart. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))
Musikfestival AndermattLive.
Bastian Baker bei seinem Auftritt. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))
Musikfestival AndermattLive.
Bastian Baker bei seinem Auftritt. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))
Musikfestival AndermattLive.
Sameday Records. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))
Musikfestival AndermattLive.
Sameday Records. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))
Musikfestival AndermattLive.
Les Touristes.
18. März 2016.
Bild Urs Hanhart. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))
Musikfestival AndermattLive.
Les Touristes. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))
Musikfestival AndermattLive.
Bastian Baker bei seinem Auftritt.
18. März 2016.
Bild Urs Hanhart. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))
Musikfestival AndermattLive.
Bastian Baker bei seinem Auftritt. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))

Musikfestival AndermattLive. Bastian Baker bei seinem Auftritt. 18. März 2016. Bild Urs Hanhart. (Bild: Urs Hanhart (Neue UZ))

Apropos Ski: Was ist an den Gerüchten dran, dass Sie mit Lara Gut eine Beziehung haben?

Baker: Sie ist eine super Kollegin. Ich verbringe sehr gerne Zeit mit ihr. Die Medien sind da immer ein bisschen voreilig mit Neuigkeiten. Wir sind beide gleich alt und geniessen das Leben.

Sie haben das Sportgymnasium besucht und waren Profi beim HC Fribourg-Gottéron. Was gab den Ausschlag, die Eishockey-Montur gegen die Gitarre zu tauschen?

Baker: Das ging natürlich nicht von einem Tag auf den andern. Ich habe 13 Jahre lang Eishockey gespielt. Die Musik war aber ebenfalls schon von klein auf ein Thema. Ich begann mit sieben Jahren, Gitarre zu spielen. Dann bot sich mir die Gelegenheit, professioneller Musik zu machen. Der erste Song «Lucky» lief oft im Radio und wurde zum Hit. Das war natürlich eine tolle Motivation zum Weitermachen.

Trotz einigen Hits: Vom CD-Verkauf wird man heute kaum noch reich. Was motiviert Sie, dennoch weiterzumachen?

Baker: Es geht nicht nur um Geld. Wichtiger sind mir die vielen besonderen Erinnerungen. Wir sind ständig in einer anderen Stadt oder in einem neuen Land. Die Erlebnisse mit den unterschiedlichen Menschen sind unglaublich. Ich habe die Chance, dass ich von der Musik leben kann. Ich setze alles daran, immer professioneller zu werden, um den Erfolg zu halten.

Ist der Druck durch den Erfolg gestiegen?

Baker: Druck gibt es eigentlich wenig. Vielmehr darf ich mich über einige Erfolge freuen. Ich bin mein eigener Chef und kann auf ein gutes Team bauen. Ich produziere und arrangiere die Songs selber. Es wäre dumm von mir, wenn ich mir selber Druck aufsetzen würde.

Ihre Tour durch die Schweiz geht am Samstag in Zermatt zu Ende. Wo sind Sie anschliessend unterwegs?

Baker: Wir reisen für sechs Auftritte nach Madagaskar. Mehr als einen Monat werden wir dann in Amerika sein. Geplant sind weitere Konzerte in Kanada und Brasilien. Danach kehren wir zurück nach Europa, um an Festivals dabei zu sein.

"Go Go Berlin". (Bild: Urs Hanhart (NUZ))
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"Go Go Berlin". (Bild: Urs Hanhart (NUZ))
"Neckless". (Bild: Urs Hanhart (NUZ))
"Go Go Berlin". (Bild: Urs Hanhart (NUZ))
"Go Go Berlin". (Bild: Urs Hanhart (NUZ))
"Neckless". (Bild: Urs Hanhart (NUZ))
"Me&Marie". (Bild: Urs Hanhart (NUZ))
"Yokko". (Bild: Urs Hanhart (NUZ))
"Yokko". (Bild: Urs Hanhart (NUZ))

"Go Go Berlin". (Bild: Urs Hanhart (NUZ))

Interview Markus Zwyssig