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FESTIVAL: Stefanie Heinzmann sagt, was die Fans in Andermatt erwartet

Stefanie Heinzmann spielt mit ihrer Band beim Festival Andermatt Live. Im Interview erzählt sie übers Erwachsen werden, ihren Bezug zum Wallis und wie sie sich musikalisch verändert hat.
Markus Zwyssig
Sängerin Stefanie Heinzmann. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 6. Februar 2014))

Sängerin Stefanie Heinzmann. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 6. Februar 2014))

Stefanie Heinzmann, so ausgeflippt wie früher sehen Sie nicht mehr aus. Sind Sie in der Zwischenzeit erwachsen geworden?

Erwachsen werden ist ein sehr langer Prozess. Ich bin seit zehn Jahren im Musikgeschäft. Ich hoffe schon, dass ich mich entwickelt habe. Man lernt dazu und dabei lernt man vor allem auch sich selber kennen. Ich weiss, was ich will und was nicht. In dieser Hinsicht bin ich definitiv erwachsener geworden.

Obwohl Sie eine bekannte Sängerin sind, haben Sie keine Berührungsängste zu ihren Fans. Gibt es nie Probleme damit?

Meinen Fans habe ich sehr viel zu verdanken. Sie unterstützen mich und helfen mir, dass ich Musik machen kann. Für Menschen zu singen ist etwas Wunderschönes – ein Privileg. Die meisten Fans sind total freundlich, wollen ein Foto oder ein Autogramm von mir. Es gibt nur wenige, denen das Fingerspitzengefühl fehlt und die einen beim Essen oder privat stören. In diesem Fall vertröste ich sie auf später.

Das letzte Album «Chance Of Rain» ist vor zwei Jahren erschienen. Kommt bald etwas Neues?

Ja, für den Herbst ist ein neues Album geplant. Wir sind schon seit rund einem Jahr an der Arbeit. Bei den Texten der Songs helfe ich aktiv mit. Ich habe gelernt, dass ich am besten arbeiten kann, wenn ich ein Team und tolle Songwriter um mich herum habe.

Macht Ihnen die Studioarbeit Spass?

Ich bin grundsätzlich kein grosser Fan von Studios. Mir macht es viel mehr Spass, auf der Bühne mit der Band live zu spielen. Im Studio ist es schwierig, ein Ende zu finden.

Wie entwickelt sich Ihre Musik weiter?

Vor zehn Jahren haben wir sehr soulig und beeinflusst vom Plattenlabel Motown angefangen. Danach wurde es etwas poppiger. Beim letzten Album haben wir auch ein bisschen mit elektronischen Sounds gearbeitet. Auf Soul und Funk will ich nicht verzichten, denn diese Musik ist in meinem Herzen. Ich will mich nicht festlegen, was meinen Musikstil betrifft. Wir machen sehr facettenreiche Alben und versuchen, Abwechslung hereinzubringen. Auch die Band haben wir ein bisschen umgestellt. Statt mit Sängerinnen sind wir nun mit Bläsern unterwegs.

Sind die Bläser auch in Andermatt zu hören?

Ja, die Bläser stehen auch auf der Bühne und das sogar zum ersten Mal seit langem. Wir hatten früher bei speziellen Gigs immer mal Bläser dabei. Ich freue mich, dass dies jetzt wieder der Fall ist.

Ist Ihr Bruder auch dabei?

Früher hat mein Bruder in der Band mitgespielt. Jetzt wohnt er in Köln und ist selber fleissig am Musik machen. Er kommt aber nach Andermatt als Zuschauer.

Von Stefanie Heinzmann gibt es eine breite Palette an Fanartikeln. Heute kann man kaum noch Tonträger verkaufen. Wird Merchandising daher wichtiger?

Merchandising war schon immer wichtig. Viele Menschen laufen mit T-Shirts von AC/DC oder den Ramones herum. Ganz viele haben Freude dran, nach einem Konzert nach Hause zu gehen mit einem Shirt, einer Tasche oder einer Kette. Fanartikel finde ich wichtig. Neben dem Merchandising für die Tour arbeiten wir mit einer Walliser Kleiderfirma zusammen, die eine Kollektion für uns geschaffen hat. Es sind Kleidungsstücke, die ich selber auch anziehe. Und das ist auch cool für mein Publikum.

Ihre Fanartikel sind mit Sprüchen wie «Free Hugs», also «Gratis-Umarmungen», beschriftet. Was wollen Sie damit vermitteln?

Es ist definitiv ein Lebensgefühl, das wir damit vermitteln wollen. Wir identifizieren uns mit diesen positiven und schönen Sachen. Und dass diese Dinge von einer Walliser Firma stammen, ist natürlich besonders toll.

Welchen Bezug haben Sie heute zum Wallis?

Der Bezug ist nach wie vor sehr gross. Es ist mein Daheim. Ich wohne nach wie vor im Wallis, wo meine Wurzeln sind.

Wird ihr Auftritt in Andermatt demnach ein Heimspiel?

Das wird definitiv ein Heimspiel. Ich habe eine kurze Anreise. Gespannt bin ich, wie die Urner Fans so drauf sind. Zu unserem Zehn-Jahr-Jubiläum bringen wir Songs aus allen Alben. Zum Teil haben wir sie schon lange nicht mehr gespielt. Wir sind sehr soulig und sehr funky unterwegs.

Interview: Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Hinweis

Stefanie Heinzmann ist mit ihrer Band am Samstag Headliner bei Andermatt Live. Am Freitagabend wird die schottische Band The Temperance Movement im Zentrum stehen. Tickets sind im Vorverkauf bei Starticket erhältlich. Informationen gibt es unter:

www.andermattlive.ch

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