FILMPROJEKT: «Sennentuntschi»: Cinésuisse interveniert

Die massiven Vorwürfe gegen «Sennentuntschi»-Regisseur Michael Steiner haben ein Nachspiel vor Gericht. Jetzt verlangt auch der Dachverband der Filmbranche Klarheit in der Sache.

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Roxane Mesquida in der Rolle der «Sennentuntschi», einer lebendig gewordenen Puppe, die auf Rache aus ist. (Filmszene pd)

Roxane Mesquida in der Rolle der «Sennentuntschi», einer lebendig gewordenen Puppe, die auf Rache aus ist. (Filmszene pd)

Cinésuisse zeigt sich besorgt über die Ungereimtheiten, welche im Zusammenhang mit dem unter anderem im Urner Schächental gedrehten Filmprojekt «Sennentuntschi» der Kontraproduktion AG und dem Regisseur Michael Steiner vorgebracht werden. Dies heisst es in einer Medienmitteilung des Dachverbandes der Schweizerischen Film- und Audiovisionsbranche. Man habe bereits im Mai 2009 im das Bundesamt für Kultur aufgefordert, «so schnell und transparent wie möglich» über die Klärung sämtlicher Umstände und allfälliger Lösungen zu informieren. Cinésuisse wiederholt nun «mit aller Dringlichkeit» ihre Forderung nach einer unabhängigen Untersuchung der Abläufe und Prozesse in der Filmförderung.

Anwälte eingeschaltet
Michael Steiner («Mein Name ist Eugen», «Grounding») hat gegen die «Weltwoche» Klage auf Persönlichkeitsverletzung eingereicht, wie seine Firma am vergangenen Samstag mitteilte. Unter anderem wird eine Genugtuung von 30'000 Franken gefordert. Dies aufgrund des (nach wie vor online gestellten) Artikels «Traumschlösser und Millionenschulden» , der für hohe Wellen gesorgt und auch die Praxis der Schweizer Filmförderung generell in Frage gestellt hatte. Unter anderem ist darin von «Abrechnungen für einen Escort-Service, Kokain und Falschaussagen zur Erlangung von Bundesgeldern» die Rede.

scd