Finalrunden-Traum ist für die Altdorfer Handballer wohl geplatzt

Der KTV Altdorf verliert das Spitzenspiel gegen Leader Olten mit 20:26 und kann die Finalrunde nicht mehr aus eigener Kraft erreichen.

Urs Hanhart
Hören
Drucken
Teilen

Eigentlich hätte die KTV-Truppe das gestrige Gastspiel im SBB-Knotenpunkt unbedingt gewinnen müssen, um im Rennen um die beiden Erstliga-Finalrundenplätze zu verbleiben. Aber davon war sie relativ weit entfernt. Die Urner starteten extrem schlecht und verzeichneten zu Beginn zahlreiche Fehlwürfe, darunter einen nicht verwerteten Siebenmeter, sowie unnötige Ballverluste durch technische Fehler. Erst in der 7. Minute gelang Spielertrainer Mario Jelinic der erste Treffer. Olten spielte zwar nicht viel besser, zeigte sich jedoch etwas treffsicherer. Nach zehn Minuten führten die Platzherren mit 3:1. Immerhin vermochten sich die Urschweizer nach der völlig verpatzten Startphase deutlich zu steigern. Sie machten den Rückstand wett und rissen Mitte der ersten Halbzeit erstmals die Führung an sich (4:5). Gegen Ende des ersten Durchgangs folgte dann aber bereits die nächste Schwächephase, in welcher die Gastgeber auf vier Längen (12:8) davonzogen.

Aufholjagd durch Strafen gebremst

Nach dem Seitenwechsel starteten die Altdorfer fulminant. Es gelang ihnen schnell, den Abstand auf zwei Tore (12:14) zu verkürzen. Allerdings mussten Florian Henrich und Tomas Adamcik kurz hintereinander, inmitten der Aufholjagd, eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen, womit der Schwung wieder dahin war. Die Solothurner liessen sich nicht zweimal bitten und bauten ihren Vorsprung wieder aus. 20:14 lautete der Spielstand eine Viertelstunde vor Schluss. Definitiv eine zu grosse Hypothek für die Innerschweizer, denn sie schafften es in der restlichen Spielzeit nicht mehr, wieder einigermassen auf Schlagdistanz heranzukommen. Olten schaukelte das Polster gegen die offensiv bedenklich harmlosen Gäste problemlos über die Runden.

Durch diese deutliche Niederlage müssen sich die Altdorfer die angestrebte Teilnahme an der Finalrunde wohl definitiv abschminken. Der Rückstand auf Olten ist jetzt auf drei Punkte angewachsen und jener auf das zweitplatzierte Emmen auf zwei Zähler. In den verbleibenden zwei Qualifikationsrunden ist dieses Handicap realistischerweise nicht mehr wettzumachen, ausser einer der beiden Tabellenersten würde noch einen Totaleinbruch erleiden, was höchst unwahrscheinlich ist.

Altdorf in der Offensive mit wenig Durchlagskraft

Ausschlaggebend für diesen Taucher war in erster Linie die schwache Chancenverwertung. Die Ausbeute von nur gerade 20 Toren war viel zu wenig, um etwas Zählbares mit nach Hause nehmen zu können. Zum eigentlichen Matchwinner für Olten avancierte Keeper Philipp Büttiker, der das Kunststück fertigbrachte, 18 von 37 Würfen zu parieren, womit er eine sagenhafte Abwehrquote von 49 Prozent erzielte. Dagegen nahmen sich die immer noch beachtlichen 33 Prozent von Altdorf-Schlussmann Jan Dittli geradezu bescheiden aus. Offensiv konnten in den Reihen der Gelb-Schwarzen nur die beiden Kreisläufer Marc Häusler und Tomas Adamcik überzeugen. Dieses Duo münzte sämtliche Anläufe in Torerfolge um. Abgesehen von David Arnold, der drei von vier Möglichkeiten nutzte, benötigten sonst alle KTV-Akteure viel zu viele Chancen, um zu reüssieren.

Olten – Altdorf 26:20 (12:8)
Kleinholz. – 148 Zuschauer. – SR Schmid, Walther. – Olten: Büttiker, Locatelli; Ruile (2), Burri (6), Baumann (6), Parkhomenko (6), Graber, Born, Strebel (5), Gasser, Schmid, Schenker, Voelklin (1), Rudolf. – Altdorf: Dittli, Amrein; Luca Aschwanden, Gisler, Arnold (3), Pascal Aschwanden (2), Häusler (3), Fallegger, Auf der Maur (4), Henrich, Jelinic (4), Adamcik (2), Vizi (2).